Bischof

Bischof Georg Bätzing predigt beim Eröffnungsgottesdienst der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz / © Julia Steinbrecht (KNA)
Bischof Georg Bätzing predigt beim Eröffnungsgottesdienst der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Ein Bischof ist ein kirchlicher Amtsträger und leitet in der Regel einen kirchlichen Verwaltungsbezirk, etwa ein katholisches Bistum oder eine evangelische Landeskirche. Das Wort Bischof ist abgeleitet vom altgriechischen "episkopos" und bedeutet Statthalter, Aufseher und Hüter. In der katholischen Kirche bedeutet die Bischofsweihe die höchste Stufe des Weihesakraments.

Die Bischofsweihe verleiht nach katholischem Verständnis die Vollmacht, das Wort Gottes verbindlich zu lehren und gegen Verfälschungen des Glaubens vorzugehen. Ein Bischof an der Spitze eines Bistums leitet es juristisch und repräsentiert es. Bischöfe dürfen auch Priester weihen.

Gemäß katholischer Auffassung setzt sich in den Bischöfen der den Aposteln Jesu erteilte Auftrag bis in die Gegenwart fort. Ein Priester kann gültig nur durch einen Bischof geweiht werden, der seinerseits durch einen Bischof geweiht wurde. Alle katholischen Bischöfe sind vom Papst ernannt.

In Deutschland haben aufgrund von Staatskirchenverträgen die Domkapitel, also die Gruppe der leitenden Geistlichen, der meisten der 27 Bistümer ein Recht zur Wahl aus einer ihnen von Rom zugeleiteten Dreierliste. Für das zur Oberrheinischen Kirchenprovinz gehörende Bistum Mainz gilt das "Badische Konkordat", nach dem mindestens einer der drei Kandidaten aus dem Bistum stammen muss.

Vor der Bestätigung der Wahl durch den Papst müssen die betroffenen Landesregierungen offiziell erklären, dass es von ihrer Seite keine "Bedenken allgemeinpolitischer, nicht aber parteipolitischer Art" gibt. Für Mainz zuständig sind die Regierungen von Hessen und Rheinland-Pfalz. (kna)