Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK)

Kreuz und Logo des ZdK / © Harald Oppitz (KNA)
Kreuz und Logo des ZdK / © Harald Oppitz ( KNA )

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ist das höchste repräsentative Gremium des deutschen Laien-Katholizismus. Es vertritt die katholischen Laien bei der gesellschaftlichen Meinungsbildung und ist das von der Bischofskonferenz anerkannte Organ zur Koordinierung des Laienengagements in der Kirche. Allerdings melden sich immer wieder auch einige katholische Laien und Vereinigungen zu Wort, die das ZdK nicht als ihre Vertretung verstehen.

Das ZdK ging aus dem 1868 gebildeten Zentralkomitee zur Vorbereitung der Deutschen Katholikentage hervor und ist auch heute für Planung und Durchführung dieser Veranstaltungen sowie - auf katholischer Seite - für den Ökumenischen Kirchentag verantwortlich. Das Generalsekretariat des ZdK sitzt in Berlin.

Organe des ZdK sind außer der Vollversammlung der Präsident, das Präsidium und der Hauptausschuss. Für Sachbereiche gibt es Sprecher. Der halbjährlich tagenden Vollversammlung gehören rund 230 Mitglieder an. 97 Mitglieder repräsentieren katholische Organisationen, Verbände und geistliche Gemeinschaften, derzeit 84 Mitglieder kommen aus den Diözesanräten. Zudem können alle vier Jahre von der Vollversammlung bis zu 45 Personen des öffentlichen Lebens ins ZdK gewählt werden.

ZdK-Präsidentin ist seit dem vergangenen November die Sozialwissenschaftlerin Irme Stetter-Karp. ZdK-Generalsekretär ist seit Januar 2020 Marc Frings, der zuletzt das Auslandsbüro der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung in Ramallah leitete.

Zudem gab es bislang einen von der Bischofskonferenz entsandten Geistlichen Assistenten. Besetzt war diese Schnittstellenfunktion zwischen Bischöfen und Laien zuletzt mit dem Hamburger Erzbischof Stefan Heße, der im Zuge der öffentlichen Debatte über die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Köln sein Amt zeitweilig ruhen ließ. Derzeit ist das Amt des Geistlichen Assistenten vakant. (KNA)