Woche der Brüderlichkeit

 (DR)

Die bundesweite "Woche der Brüderlichkeit" richtet sich gegen weltanschaulichen Fanatismus und religiöse Intoleranz. Sie wird seit 1952 jeweils im März veranstaltet vom Deutschen Koordinierungsrat der gegenwärtig bundesweit 85 Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. In diesem Jahr wird sie am ersten Sonntag im März zentral in der Paulskirche in Frankfurt am Main eröffnet.

Jeweils zum Auftakt der "Woche der Brüderlichkeit" verleiht der 1949 gegründete Koordinierungsrat seit 1968 die Buber-Rosenzweig-Medaille. Sie ist benannt nach den jüdischen Philosophen Martin Buber (1878-1965) und Franz Rosenzweig (1886-1929). Mit ihr ausgezeichnet werden Personen, Institutionen oder Initiativen für Verdienste um eine Verständigung zwischen Christen und Juden.  Zu den Trägern der Medaille gehören der Geigenvirtuose Yehudi Menuhin (1916-1999), der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker (1920-2015) und der frühere deutsche Außenminister Joschka Fischer (Grüne). Vergangenes Jahr erhielt sie der Publizist und Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik. (kna/Stand 16.02.17)