Georg Bätzing wurde am 13. April 1961 in Kirchen (Sieg) geboren und wuchs in Niederfischbach an der Sieg, der sogenannten Trierischen Insel im Westerwald (Kreis Altenkirchen), nicht weit von der Limburger Bistumsgrenze, auf. Er studierte Philosophie und Theologie an der Universität Trier und der Universität Freiburg.
1987 wurde er in Trier zum Priester geweiht. Von 1996 bis 2010 war er als Leiter des Priesterseminars für die Priesterausbildung im Bistum Trier verantwortlich. Bereits 2007 übernahm er die Leitung der Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier. Ab November 2012 war Bätzing Generalvikar des Bistums Trier.
Papst Franziskus ernannte ihn dann am 1. Juli 2016 zum Bischof von Limburg - als Nachfolger von Franz-Peter Tebartz-van Elst, der wegen der Kosten seiner 31 Millionen Euro teuren Bischofsresidenz in die Schlagzeilen geraten war. Am 18. September 2016 wurde Georg Bätzing im Hohen Dom zu Limburg zum 13. Bischof von Limburg geweiht. Sein bischöflicher Wahlspruch lautet: CONGREGA IN UNUM – Führe zusammen (Trierer Pilgergebet).
Von 2020 bis 2026 war Bätzing Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. In einem Brief an alle Mitglieder der Bischofskonferenz schrieb Bätzing im Januar 2026 mit Blick auf die anstehende Neuwahl: "Um im Vorfeld gute diesbezügliche Überlegungen zu ermöglichen, möchte ich Euch mitteilen, dass ich für eine erneute Wahl nicht zur Verfügung stehe. Ich habe mich dazu nach Beratung und reiflicher Überlegung entschieden."
Der Limburger Bischof betonte weiter: "Es waren sechs intensive Jahre, in denen wir Bischöfe gemeinsam mit vielen anderen aus dem Volk Gottes einiges bewegen und für eine tragfähige Zukunftsgestalt von Kirche in unserem Land realisieren konnten. Jetzt ist es Zeit, diese für die Arbeit der Bischofskonferenz wichtige Aufgabe in andere Hände zu legen. Und ich bin mir sicher, es wird gut weitergehen."
Bei seiner Wahl vor sechs Jahren galt Bätzing als behutsamer Reformer. Seine Amtszeit war geprägt von Debatten rund um den von seinem Vorgänger Kardinal Marx mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken angestoßenen Synodalen Weg. Mehrfach musste Bätzing im Vatikan für den Synodalen Weg werben.