Wie eine Kaffee-Ape Kirche mitten in den Düsseldorfer Alltag bringt

Ein katholisches Kaffeebüdchen

In Düsseldorf ist seit knapp zwei Jahren eine Kaffee-Ape unterwegs. Das rollende Kaffeeprojekt bringt Menschen außerhalb klassischer Kirchenräume ins Gespräch, erzählt der Düsseldorfer Stadtdechant passend zum Tag der Kaffeepause.

Autor/in:
Carsten Döpp
In Düsseldorf ist seit knapp zwei Jahren eine Kaffee-Ape der katholischen Kirche unterwegs / © Sabine Polster (Katholische Kirche Düsseldorf)

DOMRADIO.DE: Wie macht sich denn das rollende Kaffeebüdchen in der Stadt?

Pfarrer Frank Heidkamp (Stadtdechant Düsseldorf): Ich bin über die Resonanz erstaunt, denn die ist äußerst positiv. Die Grundsatzidee ist, auf die Menschen zuzugehen. So hat das Kardinal Höfner mal gesagt. Wir dürfen nicht in den Kirchen bleiben, sondern wir müssen zu den Menschen hinausgehen. 

Das wollen wir auch mit Menschen erreichen, die mit Kirche nichts zu tun haben. Wir wollen einladend sein, Begegnungen schaffen. Das ist mit diesem Kaffeebüdchen super möglich. Man geht auf die Leute zu, fragt, ob sie ein Tässchen Kaffee haben wollen – und schon ist man im Gespräch. Das ist klasse. 

DOMRADIO.DE: Wann und wie ist die Kaffee-Ape im Einsatz? Wo findet man den schönen Koffein-Roller?

Heidkamp: Wir haben keine festen Termine. Man kann uns online buchen und dann kommen wir zu Festen, zu Events, auf Marktplätze, zu Pfarrfesten und stehen da und kommen mit den Menschen ins Gespräch. Man braucht noch nicht mal die Ape abzuholen, sondern sie wird gebracht. Von daher ist ein katholisches Kaffeebüdchen für viele ein schöner Hingucker. 

Pfarrer Frank Heidkamp

"Wir dürfen nicht in den Kirchen bleiben, sondern wir müssen zu den Menschen hinausgehen."

DOMRADIO.DE: Sie suchen Ehrenamtliche, die die Ape bewegen. Wer kommt da in Frage? 

Heidkamp: Alle, die Lust haben, mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen und von ihrem Glauben erzählen wollen sowie gerne auch Informationen über die Stadtkirche und die Kirche in der Stadt Düsseldorf weitergeben wollen. Von daher ist das Projekt etwas für alle, die wollen.

Das Interview führte Carsten Döpp.

Frank Heidkamp

Frank Heidkamp ist in Düsseldorf geboren und aufgewachsen. Er studierte Theologie in Bonn und wurde 1985 zum Priester geweiht. 

Nach der Weihe kehrte er in seine Heimat zurück und arbeitete in verschiedenen Düsseldorfer Stadtteilen als Kaplan oder Pfarrer, später als Stadtjugendseelsorger und Leiter des Katholischen Jugendamtes. 1994 verlies er die Stadt wieder und ging nach Wuppertal als Pfarrer. 2000 wurde er der Stadtdechant der bergischen Stadt. 

Düsseldorfer Stadtdechant Pfarrer Frank Heidkamp (privat)
Düsseldorfer Stadtdechant Pfarrer Frank Heidkamp / ( privat )
Quelle:
DR

Die domradio- und Medienstiftung

Unterstützen Sie lebendigen katholischen Journalismus!

Mit Ihrer Spende können wir christlichen Werten eine Stimme geben, damit sie auch in einer säkulareren Gesellschaft gehört werden können. Neben journalistischen Projekten fördern wir Gottesdienstübertragungen und bauen über unsere Kanäle eine christliche Community auf. Unterstützen Sie DOMRADIO.DE und helfen Sie uns, hochwertigen und lebendigen katholischen Journalismus für alle zugänglich zu machen!

Hier geht es zur Stiftung!