In seinem wöchentlichen Video-Impuls nimmt Kardinal Woelki an diesem Samstag die Ökumene in den Blick. Die Überwindung der Spaltung sei eine Aufgabe für alle, "die sich Christen nennen".
Unterschiede ehrlich benennen
Die Ökumene mache seit Jahrzehnten große Fortschritte, viele Vorurteile seien bereits abgebaut worden. "Die weltweite Christenheit lernt immer besser, vor allem auf das Verbindende der Konfessionen zu schauen." Je besser das gelinge, desto genauer könne man auch das in den Blick nehmen, was einer vollen Einheit aller Christen noch im Weg stehe und wie diese Gegensätze überwunden werden könnten. Kardinal Woelki betont: "Für die Ökumene sind Ehrlichkeit und Gespräche auf Augenhöhe wichtig. Dazu gehört auch, dass wir klar benennen, was uns trennt - oder noch trennt. Nicht, um die bestehende Trennung zu festigen, sondern um unsere ökumenischen Schwestern und Brüder immer besser zu verstehen und mit ihnen darüber sprechen zu können, warum wir glauben, was wir glauben."
Kölns Erzbischof beendet seinen Impuls der Woche mit einer Bitte an Gott, "dass er in uns das Bewusstsein wachhält, dass er alle Menschen zur Einheit in seiner Kirche beruft."
Unter dem Motto "Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung“ (Eph 4,4) steht die diesjährige Gebetswoche für die Einheit der Christen zu der die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) aufruft. Zwischen dem 18. und 25. Januar laden Kirchengemeinden weltweit zu Gottesdiensten ein. Ziel der Gebetswoche ist es, Kirchen, Konfessionen und Kulturen über alle Grenzen hinweg zu verbinden.