Papst pocht auf Religionsfreiheit trotz Corona-Maßnahmen

Grundlegendes Menschenrecht

Gegen unangemessene Beschränkungen der Religionsfreiheit im Zuge der Pandemiebekämpfung hat sich Papst Franziskus gewandt. Sie sei "kein Zusatz zur Versammlungsfreiheit", sondern das erste und grundlegende Menschenrecht.

Mann mit Handschellen / © Romolo Tavani (shutterstock)

Die Freiheit der Religionsausübung rühre wesentlich vom Recht auf Religionsfreiheit her, sagte das Kirchenoberhaupt vor den beim Vatikan akkreditierten Botschaftern bei deren Jahresempfang am Montag. Religionsfreiheit müsse "wie die Gesundheit und die körperliche Unversehrtheit von den zivilen Behörden geachtet, geschützt und verteidigt werden".

Bei allem Bestreben, Menschenleben vor der Ausbreitung des Virus zu schützen, dürfe man "die spirituelle und moralische Dimension des Menschen gegenüber der körperlichen Gesundheit nicht für zweitrangig halten", betonte der Papst. Religion stelle einen grundlegenden Aspekt der menschlichen Person und der Gesellschaft dar. Dies dürfe nicht abgewertet werden, auch wenn Corona-Maßnahmen Gottesdienste sowie die Bildungs- und Wohltätigkeitsarbeit der Religionsgemeinschaften einschränkten.

Quelle:
KNA
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