Bischof
Bernardo Johannes Bahlmann OFM

Bischof von Obidos im brasilianischen Amazonasgebiet
Bernardo Johannes Bahlmann / © Christian Gennari/Romano Siciliani (KNA)

Der deutsch-brasilianische Bischof Bernardo Johannes Bahlmann ist seit 2009 Bischof von Óbidos im brasilianischen Amazonasgebiet.

Er sieht als Herausforderung für die Seelsorge im Amazonasgebiet vor allem die extreme Armut. "50 Prozent der Menschen lebt in Óbidos unter der Armutsgrenze, und 20 Prozent in extremer Armut", sagte er gegenüber Vatican News.

Die Amazonas-Synode im Vatikan im Herbst 2019, an der Bahlmann teilgenommen hat, habe der Kirche am Amazonas "eine neue Perspektive" gegeben. Die Kirche dort sei "eine sehr kleine, ganz stark von den Laien geprägte Kirche", und es werde jetzt stärker gefragt: "Wie können wir hier noch unsere Berufungspastoral verbessern, nicht nur in Bezug auf Priester, sondern auch für Laien, die in der Führung sind, also die auch Gemeindeleiter sind."

Die Frage nach der Öffnung von Ämtern und Diensten für Laien werde die Kirche im Amazonas-Gebiet auch künftig beschäftigen, so der Franziskaner-Bischof. "Natürlich setzen wir uns mit den verschiedenen Ämtern oder den geweihten Ämtern auseinander und fragen: Wie weit können wir da jetzt gehen? Was kann man da machen? Und das ist sicherlich noch ein Thema, was uns noch weiterhin beschäftigen wird, um wirklich da auch zu guten Lösungen zu kommen."

Bahlmann stammt aus Visbek in Niedersachsen; er wirkt seit den 1980er-Jahren in Brasilien.

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