Genn rät in Frage der Berufung zu Gesprächen mit Vertrauten

Zum Dienst berufen?

Um eine Berufung zum Dienst in der Kirche zu erkennen, empfiehlt der Münsteraner Bischof Felix Genn das Gespräch mit Vertrauten. Am Freitag stellte sich Genn in einem Livestream den Fragen von Jugendlichen zum Thema "Wofür brenne ich?".

Bischof Felix Genn im Ornat / © Harald Oppitz (KNA)
Bischof Felix Genn im Ornat / © Harald Oppitz ( KNA )

"Berufung kann etwas sein, das erst einmal nur in einem glüht, bevor es brennt", sagte Genn am Freitag bei einem "Ask the bishop"-Abend. Eine Leidenschaft müsse geprüft werden, und ohne das Gespräch könne man nicht zu einer Erkenntnis kommen, betonte Genn.

"Ich brenne für Jesus und die Menschen", bekannte der Bischof. Dies komme aus seinem tiefsten Herzen: "Das Feuer für Jesus hält mein Leben wach, auch bei Niederlagen. Dafür brenne ich und damit möchte ich andere Menschen anstecken. Dafür bin ich Priester geworden."

Berufung kann sich aus Leidenschaft entwickeln

Allgemein könne Feuer zugleich eine positive und eine zerstörerische Kraft haben, sagte Genn. Ähnlich verhalte es sich mit der Leidenschaft: "Leidenschaft kann einen Menschen antreiben, das sehen wir im Sport oder in der Musik, sie kann aber auch zerstören, wenn jemand leidenschaftlich versucht, mit Gewalt seine Interessen durchzusetzen."

In manchen Fällen könne sich aus einer Leidenschaft eine Berufung entwickeln. "Ohne Leidenschaft könnte ich meinen Beruf nicht ausüben. Ich brenne immer für Jesus und die Menschen, da gibt es auch keinen Ruhestand", erklärte Genn.

Quelle:
KNA
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