Die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado ist von Papst Leo XIV. am Montag im Vatikan empfangen worden. Das teilte das Vatikan-Presseamt ohne weitere Angaben mit.
Der Besuch erfolgt gut eine Woche nach der gewaltsamen Entführung von Präsident Nicolás Maduro durch die USA und der Einsetzung von Vizepräsidentin Delcy Rodríguez als Übergangspräsidentin.
Direkt nach dem US-Militärangriff am 3. Januar mit einer unbekannten Zahl von Todesopfern hatte Papst Leo XIV. zur Achtung der Souveränität des Landes und zum Schutz der Bevölkerung aufgerufen. Am vergangenen Freitag war bekannt geworden, dass der Vatikan seit Wochen hinter den Kulissen für einen unblutigen Machtübergang in Venezuela vermittelte.
Angeblich Exil in Moskau gesucht
Wie die "Washington Post" berichtete, wurde kurz vor Weihnachten der US-Botschafter beim Heiligen Stuhl, der Trump-Vertraute Brian Burch, einbestellt. Demnach habe Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin versucht, für Maduro ein Exil in Moskau anzubahnen. In der vergangenen Woche soll Parolin italienischen Medien zufolge mit dem US-amerikanischen Außenminister Marco Rubio wegen humanitärer Fragen gesprochen haben.
Kardinalstaatssekretär Parolin war 2009 bis 2013 Papstbotschafter in Caracas; der nach Parolin ranghöchste Abteilungsleiter im Staatssekretariat, Erzbischof Edgar Peña Parra, ist in Venezuela geboren und aufgewachsen.