Papst Leo XIV. äußert sich nach US-Angriff auf Venezuela

Souveränität und Wohl der Venezolaner

Das Mittagsgebet des Papstes auf dem Petersplatz stand im Zeichen des US-Angriffs auf Venezuela. Leo XIV. zeigte sich besorgt und fand deutliche Worte. Das Wohl der Menschen müsse über allem stehen, so der Papst.

Gottesdienst mit Papst Leo XIV.
Gottesdienst mit Papst Leo XIV.

Nach der US-Militäraktion in Venezuela hat Papst Leo XIV. zur Achtung der Souveränität des Landes und zum Schutz der Bevölkerung aufgerufen. Das Wohl des "geliebten venezolanischen Volkes" müsse Vorrang vor allen anderen Erwägungen haben, so Leo XIV. in einem Appell beim Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz. In der Nacht auf Samstag hatte US-Präsident Donald Trump Venezuelas Hauptstadt Caracas militärisch angegriffen und Präsident Nicolás Maduro sowie seine Ehefrau Cilia Flores gefangennehmen lassen.

Nicolas Maduro und seine Frau Cilia Flores nach der erneuten Vereidigung von Maduro als Präsident von Venezuela trotz internationaler Kritik / © Andres Gonzalez (dpa)
Nicolas Maduro und seine Frau Cilia Flores nach der erneuten Vereidigung von Maduro als Präsident von Venezuela trotz internationaler Kritik / © Andres Gonzalez ( dpa )

Die Gewalt müsse überwunden und Wege der Gerechtigkeit und des Friedens eingeschlagen werden, indem die Souveränität des Landes gewährleistet und die in der Verfassung verankerte Rechtsstaatlichkeit gesichert würden, forderte der Papst. Dabei gelte es, die Menschen- und Bürgerrechte jedes Einzelnen zu achten und gemeinsam an einer friedlichen Zukunft der Zusammenarbeit, der Stabilität und der Eintracht zu arbeiten. In diesem Zusammenhang warb der gebürtige US-Amerikaner um besondere Aufmerksamkeit für die Ärmsten, die unter der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Venezuela litten.

Zuvor hatte Leo XIV. in seinem Mittagsgebet Christen zu Einsatz für Gemeinschaft und Geschwisterlichkeit aufgerufen. Solidarität müsse zum Maßstab menschlicher Beziehungen werden. Nötig sei Engagement für Gerechtigkeit und Frieden sowie für Schutzbedürftige und Schwache.

Quelle:
KNA