Reliquien des heiligen Suitbertus werden in Düsseldorf ausgestellt

"Alles geht auf ihn zurück"

Am Sonntag gibt es in Kaiserswerth im Düsseldorfer Norden eine seltene Gelegenheit: Die Reliquien des heiligen Suitbertus werden ausgestellt. Anlass ist sein Todestag am 1. März 713. Zu diesem Anlass wird auch Kardinal Woelki erwartet.

Autor/in:
Carsten Döpp
Suitbertusschrein / © Stephan Kube, Greven (Kölner Dom)
Suitbertusschrein / © Stephan Kube, Greven ( Kölner Dom )

DOMRADIO.DE: Welche Bedeutung hat Suitbertus für Kaiserswerth? 

Pfarrer Oliver Dregger leitet die Pastorale Einheit Düsseldorf Nord
Pfarrer Oliver Dregger leitet die Pastorale Einheit Düsseldorf Nord

Oliver Dregger (Leitender Pfarrer für die Pastorale Einheit im Düsseldorfer Norden): Die Bedeutung von Suitbertus ist sehr groß, denn immerhin hat er Kaiserswerth gegründet. Von den damaligen fränkischen Herrschern ist ihm hier diese Insel im Rhein angewiesen worden. Er hat eine Kirche und ein Kloster gebaut und ist hier im Jahr 713 gestorben. Alles geht auf ihn zurück. Wir können heute im Ort noch viele Spuren von ihm erkennen, nicht nur die Basilika, sondern auch den Suitbertus-Stern, der auch heute noch an vielen Türen angebracht ist.

Der Suitbertusstern in Kaiserswerth (Erzbistum Köln)

DOMRADIO.DE: Sie haben im Vorfeld angekündigt, den Todestag des Heiligen Suitbertus in diesem Jahr ganz besonders gestalten zu wollen. Was heißt das konkret?

Dregger: Zurzeit ist ja der hochmittelalterliche Schrein in der Domgoldschmiede zur Restaurierung und wir haben auch die Reliquien, die in Kaiserswerth geblieben sind, noch einmal untersucht. Aus diesem Anlass greifen wir noch einmal eine alte Kaiserswerther Tradition auf: Wir werden die Reliquien am Sonntagmorgen von 7 Uhr bis 9.15 Uhr in einem Glasschrein ausstellen, so dass man sie auch wirklich sehen kann. 

Diese Reliquien werden dann, bevor der Schrein wieder nach Kaiserswerth kommt, am Sonntag im Pontifikalamt mit unserem Kardinal um 10 Uhr feierlich wieder in der Reliquienkiste versiegelt. Das wird es wahrscheinlich auf viele Jahrzehnte hin nicht mehr geben.

Die Kirche St. Suitbertus in Kaiserswerth ist eine von zehn Gemeinden im Düsseldorfer Norden / © Elena Hong (DR)
Die Kirche St. Suitbertus in Kaiserswerth ist eine von zehn Gemeinden im Düsseldorfer Norden / © Elena Hong ( DR )

DOMRADIO.DE: Sie haben es gesagt, der Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki kommt zu Besuch und feiert den Zehn-Uhr-Gottesdienst. Im Anschluss wird er auch noch zum Dialog bleiben. Damit schlagen Sie quasi den Bogen ins Hier und Jetzt. Was ist geplant?

Dregger: Ja, das ist ein wunderbarer Zusammenfall. Suitbertus war der erste Missionar hier, und jetzt kommt der Kardinal, der mit uns ins Gespräch kommen will, über eine missionarische Kirche im Hier und Jetzt. Wir werden nach dem Pontifikalamt in das Antoniushaus, unser Pfarrzentrum, gehen, und dort wird der Kardinal mit uns über diese geistliche Vision ins Gespräch kommen. Hinterher gibt er auch noch einen aus, er lädt uns alle zum Pizzaessen ein. 

Das Interview führte Carsten Döpp.

Quelle:
DR

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