Bistum Münster verzichtet auf Übertragung der Sonntagsmesse aus dem Dom

"Regulärem Angebot keine Kokurrenz machen"

Mit den Gottesdienstübertragungen aus dem Dom zu Münster ist ab August Schluss. Anfang des Monats hatte das Bistum bereits seine Gemeinden gebeten, auf Übertragungen zu verzichten. Damit will man Kirchenkritikern den Wind aus den Segeln nehmen.

Fronleichnamsmesse auf dem Domplatz in Münster / © Lars Berg (KNA)
Fronleichnamsmesse auf dem Domplatz in Münster / © Lars Berg ( KNA )

Das Bistum Münster verzichtet ab August auf Online-Übertragungen der sonntäglichen 11.45-Uhr-Messe aus dem Sankt-Paulus-Dom. "Damit möchten die Verantwortlichen vermeiden, dem regulären Angebot an Fernseh- und Rundfunkübertragungen von Gottesdiensten Konkurrenz zu machen", erklärte das Bistum Münster am Mittwoch. Die Sonntagsmesse soll nur noch an kirchlichen Feiertagen gezeigt werden.

Anfang Juli hatte Generalvikar Klaus Winterkamp die Gemeinden in seiner Diözese gebeten, an Sonntagen zwischen 9 und 11.30 Uhr auf Gottesdienst-Streams zu verzichten. Diese könnten die Messfeiern im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und Radio gefährden.

Kirchenkritikern zuvorkommen

"Kirchenkritische Kreise und Gruppierungen sprechen den Kirchen schon seit längerem das Recht auf Gottesdienstübertragungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ab", erklärte Winterkamp. Ihnen könne das Argument gelegen kommen, dass die Kirchen parallel eigene Messfeiern zeigen. Da in der Corona-Krise öffentliche Gottesdienste zeitweise untersagt waren, hatten viele Pfarreien mit Online-Übertragungen begonnen.

Klaus Winterkamp / © Michael Bönte (KNA)
Klaus Winterkamp / © Michael Bönte ( KNA )
Quelle:
KNA
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