Papst Leo XIV. ernennt neuen Botschafter für Syrien

Erzbischof Cona folgt auf Kardinal Zenari

Die syrische Hauptstadt Damaskus ist für Vatikanbotschafter einer der heikelsten Posten. 17 Jahre lang harrte dort mit Kardinal Mario Zenari einer der erfahrensten Diplomaten in Krisen und Kriegen aus. Nun steht sein Nachfolger fest.

Bab Tuma in Damaskus / © Marion Sendker (DR)
Bab Tuma in Damaskus / © Marion Sendker ( DR )

Erzbischof Luigi Roberto Cona (60) ist neuer Papstbotschafter in Syrien. Wie das vatikanische Presseamt am Donnerstag mitteilte, ernannte ihn Papst Leo XIV. zum Apostolischen Nuntius in Damaskus. Die syrische Hauptstadt zählte lange zu den gefährlichsten Posten im diplomatischen Dienst. Auch nach dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 ist die Lage dort komplex. 

Erfahrener Vorgänger

Kardinal Mario Zenari / © Massimiliano Migliorato/CPP (KNA)
Kardinal Mario Zenari / © Massimiliano Migliorato/CPP ( KNA )

Conas Vorgänger war mit Kardinal Mario Zenari einer der berühmtesten Vatikandiplomaten. Er harrte trotz Krisen und Kriegen von Dezember 2008 bis Januar 2026 in Damaskus aus. 2016 belohnte ihn Papst Franziskus mit dem Kardinalstitel. 

Am 2. Februar 2026, vier Wochen nach dem 80. Geburtstag Zenaris, nahm Papst Leo XIV. dessen altersbedingtes Rücktrittsgesuch an.

Vatikandiplomatie

Der Heilige Stuhl unterhält derzeit diplomatische Beziehungen zu 183 Staaten weltweit. Hinzu kommen die EU und der Souveräne Malteserorden. 88 Staaten sowie die EU und der Malteserorden lassen ihre Botschafter beim Heiligen Stuhl in Rom residieren. Ferner sind die Arabische Liga, die Internationale Organisation für Migration und das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge UNHCR mit eigenen Gesandten beim Vatikan vertreten.

Vatikanflagge zwischen USA-Flaggen / © Michael Reynolds (dpa)
Vatikanflagge zwischen USA-Flaggen / © Michael Reynolds ( dpa )
Quelle:
KNA