Letzter katholischer Priester in Afghanistan ist ein Italiener

Meldung aus besetzter Botschaft Roms

Der letzte verbliebene katholische Priester in Afghanistan ist offenbar ein italienischer Ordensmann auf dem Gelände der Botschaft Roms. "Wir sind immer noch hier, die Situation erlaubt es mir nicht, Interviews zu geben", wird Gianni Scalese zitiert.

Afghanistan: Schwer bewaffnete Taliban-Kämpfer / © Str (dpa)
Afghanistan: Schwer bewaffnete Taliban-Kämpfer / © Str ( dpa )

So berichtet die Zeiung "Corriere di Bologna" aus einer Mail von Scalese. Die italienische Botschaft ist offenbar in die Hände der Taliban gefallen.

Über das Internetportal der Erzdiözese Bologna "12porte" hatte Scalese am Montag zum Gebet für Afghanistan und die Menschen dort aufgerufen.

Mission unter Afghanen ist Christen verboten

Der Geistliche, der am Donnerstag 66 Jahre alt wird, war im November 2014 von Papst Franziskus zum Leiter der katholischen Mission in Afghanistan ernannt worden. Seit Januar 2015 war er in Kabul tätig.

Der Sitz der 2002 errichteten "Mission sui iuris" befindet sich auf dem Gelände der italienischen Botschaft. Bei den Gläubigen, die zu der Mission gehörten, handelte es sich um ausländische Staatsbürger, Diplomaten, Militärangehörige und zivile Mitarbeiter. Jegliche Mission unter Afghanen ist Christen und anderen nicht-islamischen Religionen streng verboten.

Quelle:
KNA
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