Knapp acht Jahre nach der ersten großangelegten Studie zum Thema Missbrauch sind der katholischen Kirche deutlich mehr Betroffene bekanntgeworden.
Derzeit ist von mindestens 6.948 auszugehen, wie aus einer nun veröffentlichten Abfrage der ARD in allen 27 deutschen Bistümern hervorgeht. In der 2018 vorgelegten MHG-Studie im Auftrag der Kirche waren seinerzeit 3.677 betroffene Kinder und Jugendliche sowie 1.670 potenzielle Täter identifiziert worden.
Eigene Studien veröffentlicht
Seitdem haben sich verstärkt Betroffene gemeldet, mehrere Bistümer haben zudem eigene Studien in Auftrag gegeben und veröffentlicht.
Der Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, sagte der ARD, dass die Kirche sich weiterhin der Aufarbeitung verpflichtet sehe. "Ich glaube einfach, dass nach 16 Jahren (...) wir als katholische Kirche eine Menge gemacht haben." Gleichwohl gebe es "immer noch Luft nach oben", betonte Kopp.