Paraguay erwartet mehr als eine Millionen Pilger in Caacupe

"Jenseits des Mate-Wäldchens"

In Paraguay erwarten die Behörden rund eine Millionen Gläubige zu den Feierlichkeiten im Guarani-Wallfahrtsort Caacupe. Der Gouverneur von Cordillera rief die Pilger dazu auf, die Hygieneschutzmaßnahmen in der Corona-Lage einzuhalten.

Pilger gehen nach Caacupe / © Santi Carneri/CNS Photo (KNA)
Pilger gehen nach Caacupe / © Santi Carneri/CNS Photo ( KNA )

Verschiedene Behörden arbeiteten laut "La Nacion" am Wochenende gemeinsam an der Umsetzung eines entsprechenden Konzeptes.

Höhere Pilgerzahl als in Vorjahren erwartet

Zugleich richten sich die Behörden auf eine deutlich höhere Zahl an Pilgern als in den Vorjahren ein, weil die Feierlichkeiten 2020 wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden waren. Das Gesundheitsministerium rief dazu auf, nur vollständig immunisiert nach Caacupe zu reisen. Pilger über 60 Jahre oder Kinder sollten auf eine Anreise verzichten.

Jedes Jahr versammeln sich in den Tagen rund um den 8. Dezember (Mariä Empfängnis) in der Basilika von Caacupe und auf dem großen Vorplatz täglich Hunderttausende von Christen. Sie kommen aus allen Teilen Paraguays, aber auch aus ganz Lateinamerika. Maria ist in der Kirche mit einer 60 Zentimeter großen, blau gewandeten Statue dargestellt.

"Jenseits des Mate-Wäldchens"

Der Name Caacupe bedeutet "jenseits des Mate-Wäldchens". Die Legende erzählt, dass ein Indio, der an dieser Stelle von der Gottesmutter gerettet wurde, aus Dankbarkeit die heute hier verehrte Marienstatue schnitzte. Jahre später rettete dieselbe Marienstatue viele Menschen bei einer der großen Überflutungen, die das Land immer wieder heimsuchen.

Caacupe liegt etwa eine Autostunde östlich von Paraguays Hauptstadt Asuncion. Die Bischofskirche des Bistums Caacupe ist ein von einer großen Kuppel überdeckter Zentralbau. Der Bau der größten Kirche des südamerikanischen Landes dauerte wegen Geldmangels von 1945 bis 1988; sie wurde von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) bei dessen Paraguay-Besuch geweiht.

Quelle:
KNA
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