Bischof Bätzing zu Gesprächen in den Vatikan gereist

Sind Äußerungen Kardinal Kochs ein Thema?

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, hält sich seit Sonntag für mehrere Tage zu Gesprächen im Vatikan auf. Unter anderem sind Begegnungen mit Vertretern der Kurie vorgesehen.

Bischof Georg Bätzing / © Max von Lachner (SW)
Bischof Georg Bätzing / © Max von Lachner ( SW )

Diese dienen der Vorbereitung des Ad-limina-Besuchs der deutschen Bischöfe Mitte November.

Kardinal Kurt Koch / © Anne Ackermann (KNA)
Kardinal Kurt Koch / © Anne Ackermann ( KNA )

Bei diesem Besuch wollen die deutschen Bischöfe erstmals mit vatikanischen Behördenchefs und mit dem Papst über die bisherigen Ergebnisse des Synodalen Wegs in Deutschland sprechen.

Eklat um Äußerung von Kurienkardinal Koch

Die Reise Bätzings war überschattet von einem Eklat um eine Äußerung des Schweizer Kurienkardinals Kurt Koch in der Vorwoche. Koch hatte die theologische Öffnung des Synodalen Wegs mit Denkweisen der "Deutschen Christen" verglichen, die in den 1930er Jahren mit Hitler sympathisierten und deshalb christliche Glaubensgrundsätze aufgaben.

Der Vergleich hatte heftige Kritik in Kirche und Politik ausgelöst.

Was wurde bei der vierten Synodalversammlung beschlossen?

Insgesamt berieten die gut 200 Delegierten der vierten Synodalversammlung von Donnerstag bis Samstag über 8 Papiere, ursprünglich waren 14 vorgesehen. Vier Texte wurden in Zweiter Lesung verabschiedet; einer scheiterte an einer Sperrminorität von Bischöfen. Drei Texte standen in Erster Lesung zur Debatte und sind deswegen noch nicht beschlossen, auch wenn die jeweiligen Abstimmungsergebnisse Rückschlüsse auf die grundsätzliche Akzeptanz der jeweiligen Anliegen erlauben.

Abstimmungsgerät bei der vierten Synodalversammlung / © Max von Lachner (SW)
Abstimmungsgerät bei der vierten Synodalversammlung / © Max von Lachner ( SW )
Quelle:
KNA