Junge Katholikinnen sehen Frauen in Corona-Krise mehr gefährdet

Bessere Arbeitsbedingungen gefordert

Junge Katholikinnen beklagen eine Vergrößerung der Ungleichheit zwischen Frauen und Männern infolge der weltweiten Corona-Pandemie. Menschen, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, seien mehrheitlich weiblich.

Symbolbild: Junge Frau im Gebet (shutterstock)

Von häuslicher Gewalt während der Kontaktsperre seien besonders Frauen betroffen, teilte das Präsidium der Bundesfrauenkonferenz im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) am Mittwoch in Düsseldorf mit. "Lasst Frauen in dieser Ausnahmesituation nicht allein!", so der Appell.

Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen und besserer Entlohnung

Deswegen fordern die Initiative, dass die Arbeitsbedingungen von Pflegekräften, Krankenschwestern, Sozialarbeiterinnen sowie Kassiererinnen deutlich verbessert werden müssten. "Vor allem müssen diese Berufsgruppen endlich besser entlohnt werden." Zudem müssten Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen niedrigschwellig erreicht werden können. Es müssten neue Kapazitäten geschaffen werden, und auch geflüchteten Frauen müsste der Zugang offenstehen.

Unterstützung benötigten zudem wohnungslose Frauen und Prostituierte. Der BDKJ lenkte den Blick auch auf die Situation von Hebammen in Deutschland. Sie seien essenziell für eine angemessene Versorgung rund um die Geburt. Hebammen müssten in der Gesundheitsversorgung mitberücksichtigt und ausreichend mit Schutzausrüstung ausgestattet werden.

Quelle:
KNA
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