Erzbischof Stefan Heße
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Hamburger Schulgenossenschaft
"Hamburger Schulgenossenschaft": Nikolas Hill, Martin Helfrich, Franziska Hoppermann, Christian Bernzen (l.-r.)

10.06.2018

Katholische Elternschaft unterstützt Hamburger Bürgerinitiative "Keine Zwei-Klassen-Lösung"

Die katholische Elternschaft Deutschlands ermutigt die Hamburger Schulgenossenschaft, sich an der Trägerschaft der katholischen Schulen in Hamburg zu beteiligen. Jetzt brauche es Mut, eine Lösung für alle Schulen zu finden, hieß es.

Die Bundesvorsitzende der Katholischen Elternschaft Deutschlands e.V., Marie-Theres Kastner möchte die Hamburger Schulgenossenschaft in ihren Plänen zur Rettung der katholischen Schulen bestärken. "Der Plan, alle katholischen Schulen in Hamburg gemeinsam zu betreiben ist eine zukunftsweisende Lösung für den Erhalt der Bildungseinrichtungen. Auch wenn ich nicht in Hamburg lebe, will ich ein Zeichen für diese Lösung setzen. Ich beteilige mich mit einem Anteil an der Genossenschaft", sagt Kastner.

Teillösung sei "Schlag ins Gesicht"

Es brauche jetzt den Mut eine Lösung für alle katholischen Schulen in Hamburg zu finden. Eine Lösung, die nur einige Schulen erhält, sei ein Schlag ins Gesicht für die betroffenen Schüler, Eltern und Lehrer.

"Es darf keine Zwei-Klassen-Lösung für die Schulen geben", so Kastner. Die KED-Vorsitzende hat am Freitag ihre Bereitschaft erklärt, Genossenschaftsmitglied zu werden und einen Genossenschaftsanteil zu erwerben.

Scheitern der Gespräche möglich

Zuletzt hieß es, dass das Erzbistum Hamburg und die Initiative "Hamburger Schulgenossenschaft" weiterhin um die Zukunft der katholischen Schulen in der Hansestadt streiten. Man sei in einer Situation, in der ein Scheitern der Gespräche gut möglich sei. Das sagte Christian Bernzen von der Initiative der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). "Für einen Erfolg müssten sich die Positionen noch stark verändern."

Bernzen bestätigte damit entsprechende Berichte im "Hamburger Abendblatt" und der "Bild"-Zeitung. Demnach liegen zwei verschiedene Vorschläge für eine Zusammenarbeit zum Erhalt der Schulen auf dem Tisch. Die "Hamburger Schulgenossenschaft" möchte laut den Berichten eine Zusammenarbeit mit dem Erzbistum mit vier katholischen Schulen im Hamburger Süden erproben, darunter ein Gymnasium und drei Grund- und Stadtteilschulen.

Erzbistum hält sich bedeckt

Dagegen schlägt das Erzbistum eine Grundschule im Stadtteil Barmbek vor, die dann allerdings um einen Neubau erweitert werden soll. Für die Initiative ist diese Idee wenig attraktiv. "Wir wollen mit einem zusammenhängenden System von Schulen antreten und nicht mit einem einzelnen Standort", sagte Bernzen.

Das Erzbistum Hamburg bestätigte die Aussagen der Initiative nicht. "Es gibt noch viele offene Fragen, an denen wir arbeiten", sagte Sprecher Manfred Nielen. "Dass die Gespräche zu platzen drohen, ist nicht unsere Einschätzung."

(KED, KNA)

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