Streit um katholische Schulen in Hamburg

Demonstration und Gespräche

Der Streit um die bevorstehende Schließung katholischer Schulen in Hamburg geht weiter. Die Gesamtelternvertretung und die Initiative "Rettet 21" rufen am Samstag zu einer Demonstration in der Innenstadt auf. 

Schüler im Religionsunterricht / © Peter Steffen (KNA)
Schüler im Religionsunterricht / © Peter Steffen ( KNA )

Die Veranstalter appellieren an Erzbischof Stefan Heße, die geplante Schließung von bis zu 8 der 21 katholischen Schulen zunächst nicht weiter zu verfolgen.

Bei einer Abschlusskundgebung auf dem Rathausmarkt sollen die Vorsitzende der Katholischen Elternschaft Deutschlands, Marie-Theres Kastner, und der Geschäftsführer des "Zeit"-Verlags, Rainer Esser, sprechen. Die Organisatoren rechnen nach eigenen Angaben mit mehreren tausend Teilnehmern.

Heße will ebenfalls am Samstag erstmals mit Vertretern einer in der Gründung befindlichen Genossenschaft reden. Die private Initiative um den Hamburger Rechtsanwalt Christian Bernzen will alle 21 katholischen Schulen übernehmen und weiterführen.

Diskussion um Übernahme

Heße hatte bereits im Vorfeld angekündigt, die Initiative einer Realitätsprüfung unterziehen zu wollen. "Klar ist für mich: Als Erzbistum bleiben wir Träger von 13 katholischen Schulen in Hamburg", sagte er in einem Interview. Die Initiatoren betonten unterdessen, keine "Bad Bank" für die acht maroden Schulen sein zu wollen. Ihr Ziel sei, alle 21 Schulen zu übernehmen. Die Pensionslasten, die Hauptursache für die aktuelle Schuldenkrise sind, wolle man dagegen beim Erzbistum belassen.

Das Erzbistum Hamburg ist nach eigenen Angaben um rund 79 Millionen Euro überschuldet. Ende Januar hatte die Diözese angekündigt, aufgrund der prekären wirtschaftlichen Lage bis zu 8 ihrer 21 katholischen Schulen zu schließen.

Quelle:
KNA