Gerhard Feige, Bischof von Magdeburg, in seinem Büro in Magdeburg.
Gerhard Feige, Bischof von Magdeburg, in seinem Büro in Magdeburg.

17.09.2021

Bischof Feige für verstärkte Beziehungen mit orthodoxen Kirchen Für Weltsynode lernen

Der Magdeburger Bischof Gerhard Feige hat sich für verstärkte Beziehungen mit den orthodoxen Kirchen ausgesprochen. Dabei warb Feige dafür, auch von den orthodoxen Kirchen zu lernen.

Von den Erfahrungen der orthodoxen Kirchen mit Kirchenversammlungen etwa könne auch die katholische Kirche bei der im Oktober beginnenden Vorbereitung auf eine Weltsynode lernen, sagte Feige am Donnerstag in Berlin. Nach dem Willen von Papst Franziskus soll ein zweijähriger Beratungsprozess im Oktober 2023 in eine Weltbischofssynode münden.

Bischof Feige wirbt für Ökumene

Feige leitet die Ökumene-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz. Er sprach zum Abschluss eines internationalen Kongresses des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis, der unter dem Motto stand: "'Alle sollen eins sein'. Ökumene in Mittel- und Osteuropa - Aufgabe und Bereicherung." Der Bischof des Bistums Magdeburg plädierte auch für synodale Strukturen, die mehrere christliche Konfessionen einbeziehen. Dies könne ein sichtbarer Schritt zur Einheit sein.

Überdies warb Feige dafür, die beim 500-Jahr-Gedenken der Reformation im Jahr 2017 gewonnenen Erfahrungen bei dem Bemühen, historisch begründete Verletzungen zwischen evangelischen und katholischen Christen zu heilen, auch für das Verhältnis zu den orthodoxen Kirchen zu nutzen. Allerdings seien solche Prozesse "nicht einfach auf andere Länder zu übertragen", räumte er ein.

Bedarf nach gemeinsamen Antworten der Kirchen

Aktuelle Entwicklungen forderten jedoch auch die Kirchen zu gemeinsamen Antworten heraus, betonte der Bischof. Er nannte einen wachsenden Populismus, die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise, die Flüchtlingskrise und ein "drohendes Scheitern des europäischen Gedankens". Der Beitrag der Kirchen zu Lösungen werde umso überzeugender, je mehr sie untereinander eins seien, so Feige. Ein solches Einvernehmen der Christen verschiedener Konfessionen könne auf die Gesellschaft insgesamt ausstrahlen.

(KNA)

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