Wie finanziert sich die KZVK?
Symbolbild Geld und Kirche

03.07.2020

Evangelische Kirche erreicht neuen Höchststand bei Kirchensteuer Erneuter Anstieg

​Das Kirchensteueraufkommen der evangelischen Kirche ist im vergangenen Jahr erneut um 2,7 Prozent gestiegen und hat einen neuen Höchststand von rund 5,95 Milliarden Euro erreicht. Für das laufende Jahr wird ein Einnahmenrückgang erwartet.

Dies geht aus der von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) auf ihrer Homepage veröffentlichten Kirchensteuerstatistik 2019 hervor. Trotz der sinkenden Zahl der Kirchenmitglieder stieg das Gesamtaufkommen der Kirchensteuer in den vergangenen fünf Jahren wegen der guten wirtschaftlichen Konjunktur.

Wie aus der Statistik weiter hervorgeht, entfielen im Sechs-Jahres-Durchschnitt pro Kopf 256 Euro Kirchensteuern im Jahr auf die Lohn- und Einkommensteuer, knapp 14 Euro mehr als Zeitraum von 2013 bis 2018. Rückläufig war demgegenüber das Nettoaufkommen an Kirchensteuer auf die Kapitalertragsteuer: Es sank im Vergleich zu 2018 von 194 Millionen um 6,7 Prozent auf 180 Millionen Euro.

Für 2020 starker Rückgang durch Corona-Krise erwartet

In der vergangenen Woche hatte die EKD die Mitgliederstatistik für das Jahr 2019 veröffentlicht. Demnach sank die Zahl der Mitglieder im vergangenen Jahr auf 20,7 Millionen. Im Jahr 2018 waren es noch 21,1 Millionen Mitglieder gewesen. Für das Jahr 2020 erwartet die EKD wegen der Corona-Krise einen Rückgang der Kirchensteuereinnahmen zwischen zehn und 25 Prozent. Eine Prognose von Freiburger Finanzwissenschaftlern aus dem vergangenen Jahr geht davon aus, dass sich die Zahl der Kirchenmitglieder und die Finanzkraft der Kirchensteuereinnahmen bis 2060 halbieren werden.

Die Kirchensteuer ist an die Lohn- und Einkommensteuer gekoppelt. Sie beträgt in der Regel neun Prozent der Lohn- und Einkommensteuer (in Bayern und Baden- Württemberg acht Prozent). Sie wird über das Finanzamt eingezogen und an die Kirchen weitergegeben. Der Staat erhält für diesen Dienst zwischen zwei und vier Prozent des Steueraufkommens.

 

Kirchensteuerstatistik der katholischen Kirche Ende Juli erwartet

 

Die katholische Kirche will ihre Kirchensteuerstatistik Ende Juli veröffentlichen. Sie hatte 2018 aus der Kirchensteuer 6,64 Milliarden Euro eingenommen. Hauptgrund für den Anstieg ist die allgemeine Entwicklung der Löhne und Einkommen in Deutschland. Für das laufende Jahr rechnen beide Kirchen mit starken Einbrüchen aufgrund der durch die Corona-Pandemie verursachten Wirtschaftskrise.

(epd, KNA)

Sommeraktion: Meine Heimatkirche

Die Sommeraktion von DOMRADIO.DE: Wir suchen Ihre Heimatkirche. Laden Sie ein Bild hoch und erzählen Sie uns Ihre Geschichte!

Messenger-Gemeinde

Tageskalender

Radioprogramm

 11.08.2020
Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wichtig: Kein DAB+ mehr in NRW ab Juli

Leider sendet DOMRADIO ab Juli nicht mehr über DAB+ in NRW. Laden Sie sich doch unsere App herunter – kostenlos in den Stores. DOMRADIO hören Sie auch übers Internetradio, Smartspeaker, andere gängige Radio-Apps, in Köln auf UKW 101,7, in Berlin/Brandenburg über DAB+ und natürlich auf DOMRADIO.DE.

Himmelklar Podcast

durchatmen – Der Seelsorge Podcast

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Weihbischof Puff: täglicher Impuls und Fürbitten

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…