Bau von 55 Meter hoher Marienstatue in Polen läuft

Finanziert von Multimillionär

Der Bau von Europas höchster Marienfigur schreitet voran. In drei Monaten soll die 55 Meter hohe Konstruktion in einem polnischen Dorf zu Mariä Himmelfahrt geweiht werden und damit eine Gottesmutter in Frankreich überragen.

Marienstatue vor blauem Himmel (shutterstock)

Zum Feiertag Mariä Himmelfahrt am 15. August soll Europas größte Marienstatue fertig sein und geweiht werden. 

Sie steht dann im polnischen Dorf Konotopie, etwa 50 Kilometer südöstlich von Torun. Wie Polens katholische Nachrichtenagentur KAI am Donnerstag weiter meldete, wird die 40 Meter hohe Marienfigur auf einem 15 Meter hohen Sockel errichtet, der die Form einer Krone hat.

Multimillionär finanziert das Monument

Ein Multimillionär finanziert das Monument der "Muttergottes der Barmherzigkeit" den Angaben zufolge aus seinem Privatvermögen. Der Mann und seine Ehefrau äußern sich nicht zu den Baukosten. Die Rede ist von einem persönlichen Geschenk aus Dankbarkeit heraus.

Das Denkmal soll nicht nur ein Symbol des Glaubens, sondern auch eine Touristenattraktion werden. Die 15 Meter hohe Krone, auf der die Marienstatue steht, ist zugleich eine Aussichtsplattform. Besucher können von ihr aus das Monument besichtigen.

Marienstatue auf den Philippinen am größten

Die Marienfigur wird die größte in Europa werden und eine Gottesmutter-Skulptur in der Nähe der westfranzösischen Kleinstadt Miribel übertreffen. Die weltgrößte Marienstatue befindet sich seit wenigen Jahren auf den Philippinen. Sie misst mehr als 90 Meter.

Bereits 2010 sorgte in Polen der Bau einer riesigen Christusfigur für Aufsehen. Die Statue im westpolnischen Swiebodzin ist mit Sockel 52 Meter hoch und damit kleiner als das jetzige Bauprojekt.

Katholische Kirche in Polen

Die römisch-katholische Kirche hat in Polen traditionell viel Einfluss. Das hat auch historische Gründe:

Spätestens seit Ende des 18. Jahrhunderts, als die drei Nachbarmächte den polnischen Staat für 123 Jahre ganz auflösten, gilt die Kirche als Bewahrerin der nationalen Identität. In den vergangenen Jahren verlor sie aber besonders in der jungen Generation an Ansehen.

Prozession in Polen / © Dariusz Banaszuk (shutterstock)
Prozession in Polen / © Dariusz Banaszuk ( shutterstock )
Quelle:
KNA