Wie umgehen mit Krisen, Unsicherheiten und belastenden Nachrichten im Alltag? Diese Fragen stehen im Zentrum der diesjährigen Männerwallfahrt des Bistums Erfurt.
Die 70. Ausgabe der Wallfahrt, die an Christi Himmelfahrt (14. Mai) zur kleinen katholischen Wallfahrtskirche Klüschen Hagis bei Wachstedt im Eichsfeld führt, steht unter dem Motto "In der Hoffnung leben - auch wenn die Welt wankt". Das kündigte das Bistum am Donnerstag in Erfurt an.
Die Männerwallfahrt soll demnach ein Zeichen setzen in einer Zeit voller persönlicher Sorgen und gesellschaftlicher Spannungen. Laut Bistum steht ein gemeinsames Erleben von Glaube und Gemeinschaft im Vordergrund. Unter anderem feiert Bischof Ulrich Neymeyr mit den Wallfahrern einen Gottesdienst.
Idee kommt aus der DDR
Die Idee zu der Männerwallfahrt ist dabei in einer kleinen Gruppe von Männern um den katholischen Seelsorger Ernst Göller im Jahr 1956 entstanden. Da der Himmelfahrtstag in der ehemaligen DDR zunehmend seine religiöse Bedeutung verliert, wollte die Gruppe mit der Wallfahrt zu Himmelfahrt einen Akzent setzen. 1957 fand die erste Männerwallfahrt statt, an der über 10.000 Männer teilnahmen.