Männerwallfahrt des Bistums Erfurt legt Fokus auf Umgang mit Krisen

"In der Hoffnung leben - auch wenn die Welt wankt"

Die traditionelle Männerwallfahrt des Bistums Erfurt feiert ihre 70. Auflage. In diesem Jahr geht es inhaltlich um die Bewältigung von Krisen und Unsicherheiten. Das zeigt sich auch im Motto der Wallfahrt.

Domplatz in Erfurt / © Julia Steinbrecht (KNA)
Domplatz in Erfurt / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Wie umgehen mit Krisen, Unsicherheiten und belastenden Nachrichten im Alltag? Diese Fragen stehen im Zentrum der diesjährigen Männerwallfahrt des Bistums Erfurt. 

Die 70. Ausgabe der Wallfahrt, die an Christi Himmelfahrt (14. Mai) zur kleinen katholischen Wallfahrtskirche Klüschen Hagis bei Wachstedt im Eichsfeld führt, steht unter dem Motto "In der Hoffnung leben - auch wenn die Welt wankt". Das kündigte das Bistum am Donnerstag in Erfurt an.

Zahlreiche Gläubige haben sich zu einem Gottesdienst an der kleinen Kirche Klüschen Hagis versammelt. / © Swen Pförtner (dpa)
Zahlreiche Gläubige haben sich zu einem Gottesdienst an der kleinen Kirche Klüschen Hagis versammelt. / © Swen Pförtner ( dpa )

Die Männerwallfahrt soll demnach ein Zeichen setzen in einer Zeit voller persönlicher Sorgen und gesellschaftlicher Spannungen. Laut Bistum steht ein gemeinsames Erleben von Glaube und Gemeinschaft im Vordergrund. Unter anderem feiert Bischof Ulrich Neymeyr mit den Wallfahrern einen Gottesdienst.

Idee kommt aus der DDR

Die Idee zu der Männerwallfahrt ist dabei in einer kleinen Gruppe von Männern um den katholischen Seelsorger Ernst Göller im Jahr 1956 entstanden. Da der Himmelfahrtstag in der ehemaligen DDR zunehmend seine religiöse Bedeutung verliert, wollte die Gruppe mit der Wallfahrt zu Himmelfahrt einen Akzent setzen. 1957 fand die erste Männerwallfahrt statt, an der über 10.000 Männer teilnahmen.

Was bedeutet "Wallfahrt"?

Das Wort "Wallfahrt" stammt vom Wort "wallen" ab und bedeutet in eine bestimmte Richtung zu ziehen oder unterwegs zu sein. Durch das lateinische Wort "Peregrinatio religiosa" meint es einen Besuch in einer Pilgerstätte mit dem Zurücklegen eines Pilgerwegs. Eher das Ziel steht bei einer Wallfahrt im Vordergrund, weniger der Weg. 

Aus dem Grund sind Christen früher wie heute an bestimmten Heiligen Stätten besonders nahe: im Heiligen Land, an Gräbern von Aposteln, in Rom, Assisi, Lourdes, Loreto, Fatima, Altötting, Kevelaer, Werl, Telgte oder Bethen. 

Keine Wallfahrt nach Altötting / © Armin Weigel (dpa)
Keine Wallfahrt nach Altötting / © Armin Weigel ( dpa )
Quelle:
KNA