Der Betroffenenbeirat des Erzbistums Köln fordert, einen Mahn- und Gedenkort zum Thema Missbrauch im Kölner Dom einzurichten. Eine Gedenkstelle für die Betroffenen sexuellen Missbrauchs müsse zentral platziert sein, erklärte der Betroffenenbeirat am Montag in Köln. Das Bekenntnis der Kirche zum Missbrauch müsse sichtbar sein und dürfe nicht hinter dem Dom versteckt sein.
In einer Aktion des Erzbistums soll laut Betroffenenbeirat an der Grablege an der Ostseite des Kölner Doms eine "Trauerbuche" gepflanzt werden. Der Betroffenenbeirat habe keine Einwände dagegen. Das Bekenntnis der Kirche zum Missbrauch solle jedoch so zentral im Dom sichtbar sein, "dass die Besucher quasi darüber 'stolpern'", erklärte der Betroffenenbeirat. In vielen anderen Bistümern seien solche Gedenkstellen mittlerweile installiert worden und würden dort große Beachtung finden.
Trauerbuche braucht viel Platz
Die für den November 2025 ausgerufene Aktion "Trauerbuche" sollte in möglichst vielen Gemeinden des Erzbistums umgesetzt werden, erklärte der Betroffenenbeirat. Dies könne jedoch nur in einem überschaubaren Rahmen geschehen. Denn eine Trauerbuche brauche 400 Quadratmeter Platz, da sie im Laufe der Jahre ein sehr großes Wurzelwerk entwickele.
Deshalb sei die Pflanzung eines solchen Baums hinter dem Dom nicht möglich, weil sonst Beschädigungen an den Grundmauern zu befürchten seien. Die Baumpflanzung solle jedoch mit einem anderen Baum vorgenommen werden.