Amtseinführung von Heiner Wilmer in Münster wird vorgezogen

Terminliche Gründe

Die Amtseinführung von Heiner Wilmer als Bischof von Münster wird vorgezogen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz übernimmt das mitgliederstärkste deutsche Bistum bereits am 21. Juni im St.-Paulus-Dom.

Heiner Wilmer, designierter Bischof von Münster / © Rolf Vennenbernd (dpa)
Heiner Wilmer, designierter Bischof von Münster / © Rolf Vennenbernd ( dpa )

Die Amtseinführung von Heiner Wilmer als 77. Bischof von Münster wird vorgezogen: Der Gottesdienst im St.-Paulus-Dom findet nun am Sonntag, 21. Juni, um 14 Uhr statt. Ursprünglich war der Termin für den 28. Juni vorgesehen, wurde jedoch aus terminlichen Gründen um eine Woche nach vorn verlegt.

St.-Paulus-Dom in Münster / © Chi_Chirayu (shutterstock)
St.-Paulus-Dom in Münster / © Chi_Chirayu ( shutterstock )

Wilmer (64), derzeit Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, war am Donnerstag von Papst Leo XIV. zum neuen Bischof von Münster ernannt worden. Die Bekanntgabe erfolgte durch Dompropst Hans-Bernd Köppen. Wilmer übernimmt damit die Leitung des mitgliederstärksten katholischen Bistums in Deutschland und folgt auf Felix Genn, der im März 2025 altersbedingt zurückgetreten war.

Zum Vorsitzenden der Bischofskonferenz gewählt

Erst seit wenigen Wochen steht Wilmer auch an der Spitze der katholischen Kirche in Deutschland: Am 24. Februar wählten ihn die Bischöfe zu ihrem Vorsitzenden.

Der gebürtige Emsländer trat bereits mit 19 Jahren in den Orden der Herz-Jesu-Priester (Dehonianer) ein. Nach seiner Promotion arbeitete er unter anderem als Lehrer in der New Yorker Bronx, leitete später das Gymnasium seines Ordens in Handrup und wurde 2007 Provinzial der deutschen Ordensprovinz. 2015 wechselte er nach Rom und übernahm als Generaloberer die weltweite Leitung des Ordens. Seit 2018 ist Wilmer Bischof von Hildesheim.

Bischof Heiner Wilmer / © Daniel Löb (dpa)
Bischof Heiner Wilmer / © Daniel Löb ( dpa )

In jüngerer Zeit äußerte sich Wilmer wiederholt zu politischen und kirchlichen Themen. So zeigte er sich besorgt über internationale Konflikte, rief zum Schutz der Demokratie auf und warnte vor einer Wahl der AfD. Innerkirchlich sprach er sich für Reformen aus, lehnte jedoch einen deutschen Sonderweg ab. Zudem setzte er sich für den Fortbestand des Fonds Sexueller Missbrauch ein.

Im Bistum Münster steht Wilmer künftig an der Spitze von rund 1,59 Millionen Katholiken. Damit ist es das größte katholische Bistum Deutschlands – vor Köln, Rottenburg-Stuttgart, Freiburg und München-Freising.

Bistum Münster

Mit rund 1,59 Millionen Katholikinnen und Katholiken ist das Bistum Münster die mitgliederstärkste Diözese in Deutschland. Aber auch hier hat die Kirche mit schwindenden Mitgliederzahlen und den Folgen daraus zu kämpfen. Zwar rechnet das Bistum für das laufende Jahr mit Kirchensteuereinnahmen von rund 454,7 Millionen Euro. Die "Kirchensteuerkraft" – also das, was sich die Diözese mit dem Geld leisten kann – lässt aber stark nach: Bis 2060 soll sie sich im Vergleich zu 2017 halbiert haben.

Sankt-Paulus-Dom in Münster. / © Jörg Loeffke (KNA)
Sankt-Paulus-Dom in Münster. / © Jörg Loeffke ( KNA )
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