Papst empfängt Leiter der Taizé-Gemeinschaft im Vatikan

Zweites Treffen dieser Art

Einmal im Jahr treffen sich der Papst und der Leiter der ökumenischen Brüdergemeinschaft Taizé zu Gesprächen im Vatikan. Nun ist es wieder so weit. Papst Leo XIV. hat am Samstag Frère Matthew in einer Privataudienz empfangen.

Papst Leo XIV. / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Leo XIV. / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Das teilte das vatikanische Presseamt zunächst ohne weitere Angaben mit. Im Juli hatten sich beide zum ersten Mal in dieser Form getroffen. Nach Angaben der Taizé-Gemeinschaft ging es damals vor allem um Ökumene und das Engagement junger Menschen für den Frieden.

Erst dritter Leiter seit Gründung 

Frère Matthew (60) ist erst der dritte Leiter der in den 1940er Jahren gegründeten Gemeinschaft, die als Symbol der ökumenischen Bewegung gilt. Ende 2023 folgte der englische Anglikaner als Taizé-Prior auf den deutschen Katholiken Frère Alois (71). Gründer der Brüdergemeinschaft mit Sitz im südlichen Burgund, die zum Treffpunkt für Jugendliche aus aller Welt wurde, war ab 1944 der Schweizer Calvinist Frère Roger (1915-2005).

Der Bruderschaft gehören heute rund 80 Männer aus etwa 30 Ländern an, die aus protestantischen Kirchen und der katholischen Kirche stammen. Von ihnen lebt etwa ein Viertel in kleinen Gemeinschaften in Asien, Afrika und Südamerika.

Taizé

Taizé ist ein Symbol der ökumenischen Bewegung. Der Ort im südlichen Burgund ist Sitz einer christlichen Gemeinschaft und wurde zum Treffpunkt für Jugendliche aus aller Welt. 

Der Bruderschaft gehören rund 80 Männer aus etwa 30 Ländern an, die aus der evangelischen und katholischen Kirche stammen. Von ihnen lebt etwa ein Viertel in kleinen Gemeinschaften in Asien, Afrika und Südamerika. Diese Brüder teilen ihr Leben mit Straßenkindern, Gefangenen, Sterbenden und Einsamen.

Hände beim Taizé-Gebet / © Harald Oppitz (KNA)
Hände beim Taizé-Gebet / © Harald Oppitz ( KNA )
Quelle:
KNA