DOMRADIO.DE: Sie feiern den Abschluss der Bauarbeiten mit einer besonderen Zeremonie. Wie wird die aussehen?
Msgr. Oliver Boss (Leitender Pfarrer der Kirchengemeinde Sankt Margareta in Düsseldorf): Als wir vor über einem Jahr am 12. Januar die Basilika geschlossen haben, sind alle Leute mit einer brennenden Kerze in der Hand aus der Kirche ausgezogen. Dann wurde etwas theatralisch das Portal von innen geschlossen. Alle standen davor. Einige hatten Tränen in den Augen.
Jetzt wollen wir das sozusagen zurückbinden, indem das Portal geschlossen bleibt und die Gemeinde sich vor dem Portal versammelt. Wir kommen dann mit den Messdienern und den Konzelebranten vor das Portal gezogen.
Nach einem kurzen Gebet vor dem verschlossenen Portal werde ich dreimal mit einem liturgischen Hammer, den ich extra dafür als Leihgabe aus der Marienbasilika in Kevelaer bekommen habe, gegen das Portal schlagen. Dann wird das Portal von innen geöffnet. Die Gemeinde zieht dann zuerst in die Kirche ein und nimmt ihre Plätze ein. Währenddessen wird der Chor singen und die Orgel spielen. Ich stelle mir das sehr feierlich vor.
DOMRADIO.DE: Vor einigen Wochen war die Kirche für ein Wochenende geöffnet, damit sich die Leute ein Bild machen konnten. Damals war das Interesse riesig. Wie erklären Sie sich, dass die Kirche so eine Anziehungskraft hat?
Boss: Wer schon mal da war, kennt die Schönheit dieser Basilika im spät romanischen Stil. Sie ist wirklich ein Schmuckstück im Düsseldorfer Osten und hat für Gerresheim und die Umgebung eine wesentliche Bedeutung.
Es war ein hochadliges Damenstift, das hier bis zur Säkularisation angesiedelt war. Bis heute ist sie ein kunsthistorischer, aber auch ein geistlicher Bezugspunkt. Das strahlt in die ganze Stadt Düsseldorf aus, auch wenn wir im Osten am Rand Düsseldorfs gelegen sind.
DOMRADIO.DE: Wird es wieder voll werden?
Boss: Es ist damit zu rechnen, dass es sehr voll werden wird. Wir bitten die Leute, wenn es allzu voll werden sollte, bei uns in den Pfarrsaal, in unseren Stiftssaal zu gehen. Dorthin wird die Messe übertragen. Sie wird aber auch live gestreamt. Wir haben ein sehr rühriges Streaming-Team, das alles über den YouTube-Kanal unserer Gemeinde in die weite Welt hinausschicken wird.
Das Interview führte Carsten Döpp.