Fastenaktionen der Kirchen starten mit Gottesdiensten

"Hier fängt Zukunft an"

Solidarität mit Benachteiligten und Verzicht auf Härte im Umgang miteinander. Diese beiden Anliegen stehen diesmal im Mittelpunkt der Fastenaktionen der katholischen und evangelischen Kirche. Nun haben sie mit Gottesdiensten gestartet.

Gottesdienst zur Eröffnung der Misereor-Fastenaktion am 22. Februar 2026 in der Kirche Sankt Peter und Paul in Hofheim am Taunus, u.a. mit Andreas Frick, Hauptgeschäftsführer des Hilfswerks Misereor. / © Harald Oppitz (KNA)
Gottesdienst zur Eröffnung der Misereor-Fastenaktion am 22. Februar 2026 in der Kirche Sankt Peter und Paul in Hofheim am Taunus, u.a. mit Andreas Frick, Hauptgeschäftsführer des Hilfswerks Misereor. / © Harald Oppitz ( KNA )

Mit Gottesdiensten haben die beiden großen Kirchen in Deutschland am Sonntag ihre Fastenaktionen offiziell gestartet. Im hessischen Hofheim rief das katholische Hilfswerk Misereor zu mehr Engagement für Frieden und gegen soziale Ungleichheit in der Welt auf. Die Fastenaktion steht diesmal unter dem Motto "Hier fängt Zukunft an"

Sie lädt ein, sich mit der Situation junger Menschen in benachteiligten Weltregionen auseinanderzusetzen. Beispielland ist Kamerun. Am 22. März, dem 5. Fastensonntag, findet in allen katholischen Kirchengemeinden Deutschlands die Kollekte für die Arbeit von Misereor statt.

Die Brüder Silas Teyim (l.), Gesicht der Misereor-Fastenaktion 2026, und Ulrich Gansop halten eine Spendenbox der diesjährigen Misereor-Fastenaktion in den Händen in Douala (Kamerun). / © 	Katrin Gänsler/KNA (KNA)
Die Brüder Silas Teyim (l.), Gesicht der Misereor-Fastenaktion 2026, und Ulrich Gansop halten eine Spendenbox der diesjährigen Misereor-Fastenaktion in den Händen in Douala (Kamerun). / © Katrin Gänsler/KNA ( KNA )

Im niedersächsischen Göttingen stellte die Evangelische Kirche in Deutschland ihre Fastenaktion "7 Wochen Ohne" vor. Bis zum Ostermontag lautet das Motto "Sieben Wochen ohne Härte". Es gehe darum, bewusst auf Härte im Umgang miteinander zu verzichten, erklärte der hannoversche Landesbischof Ralf Meister. "Wir selbst legen oft eiserne Panzer an, um uns zu schützen", sagte er. Doch Anteilnahme, ein mitfühlender Blick, ein erlösendes Wort könnten befreiend sein.

 © Jodie Griggs / Getty Images
© Jodie Griggs / Getty Images

Die 40-tägige christliche Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch und endet an Ostern. Im Mittelpunkt stehen nicht nur der Verzicht auf Genussmittel wie Süßigkeiten, Fleisch oder Alkohol, sondern auch eine Unterbrechung von Gewohnheiten sowie die Solidarität mit Bedürftigen.

Fastenzeit

Die 40-tägige christliche Fastenzeit beginnt Aschermittwoch und endet am Gründonnerstag vor Ostern. Seit dem 5. Jahrhundert rückte während der Vorbereitung auf Ostern das Fasten in den Mittelpunkt. Da an Sonntagen nicht gefastet werden sollte und sie deshalb nicht als Fastentage gezählt werden, wurde der Beginn der Fastenzeit offenbar im sechsten oder siebten Jahrhundert vom sechsten Sonntag vor Ostern auf den vorhergehenden Mittwoch, den Aschermittwoch, vorverlegt.

Fastenzeit / © Tomasetti (DR)
Fastenzeit / © Tomasetti ( DR )


 

Quelle:
KNA
Mehr zum Thema