Mit Gottesdiensten haben die beiden großen Kirchen in Deutschland am Sonntag ihre Fastenaktionen offiziell gestartet. Im hessischen Hofheim rief das katholische Hilfswerk Misereor zu mehr Engagement für Frieden und gegen soziale Ungleichheit in der Welt auf. Die Fastenaktion steht diesmal unter dem Motto "Hier fängt Zukunft an".
Sie lädt ein, sich mit der Situation junger Menschen in benachteiligten Weltregionen auseinanderzusetzen. Beispielland ist Kamerun. Am 22. März, dem 5. Fastensonntag, findet in allen katholischen Kirchengemeinden Deutschlands die Kollekte für die Arbeit von Misereor statt.
Im niedersächsischen Göttingen stellte die Evangelische Kirche in Deutschland ihre Fastenaktion "7 Wochen Ohne" vor. Bis zum Ostermontag lautet das Motto "Sieben Wochen ohne Härte". Es gehe darum, bewusst auf Härte im Umgang miteinander zu verzichten, erklärte der hannoversche Landesbischof Ralf Meister. "Wir selbst legen oft eiserne Panzer an, um uns zu schützen", sagte er. Doch Anteilnahme, ein mitfühlender Blick, ein erlösendes Wort könnten befreiend sein.
Die 40-tägige christliche Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch und endet an Ostern. Im Mittelpunkt stehen nicht nur der Verzicht auf Genussmittel wie Süßigkeiten, Fleisch oder Alkohol, sondern auch eine Unterbrechung von Gewohnheiten sowie die Solidarität mit Bedürftigen.