Zum Festakt werden demnach Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sowie die Berliner Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson erwartet. Das Mahnmal geht auf einen Bundestagsbeschluss aus dem Jahr 2023 zurück. Demnach soll eine schlichte Bronze-Skulptur des Künstlers Matthias Leeck mit Informationstafeln an historischer Stelle errichtet werden und über die Verfolgung dieser Opfergruppe informieren, wie die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin mitteilte.
Am dortigen Goldfischteich kamen Angehörige der Zeugen Jehovas zu geheimen Treffen zusammen. Hier fand im August 1936 eine Verhaftungsaktion durch die Gestapo statt. In Abstimmung mit dem Land Berlin erfolgten Planung und Umsetzung des Mahnmals durch die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.
Fast 14.000 inhaftiert
Nach derzeitigem Forschungsstand wurden ab 1933 fast 14.000 Zeugen Jehovas in Deutschland und ab 1938 auch in den von Deutschland besetzten Ländern Europas inhaftiert, darunter 4.200 in Konzentrationslagern, wo sie mit einem "lila Winkel" stigmatisiert wurden. Mindestens 1.700 starben durch die nationalsozialistische Gewaltherrschaft.