Papst Leo XIV. hat am Freitag den Washingtoner Erzbischof, Kardinal Robert McElroy, in Privataudienz empfangen.
Der Vatikan informierte über das Treffen zwischen dem gebürtigen US-Amerikaner Leo XIV. und Trump-Kritiker McElroy zunächst ohne weitere Angaben.
Der 72-Jährige gehört zu der Gruppe der Kardinäle, die im Januar die Außenpolitik der USA kritisiert hatten. Militärisches Handeln sei nur als letztes Mittel in Extremsituationen zulässig, "nicht als normales Instrument nationaler Politik", schrieben die Kardinäle Blase Cupich (Chicago), Joseph Tobin (Newark) und McElroy in einer gemeinsamen Erklärung.
Moralische Rolle der USA steht auf dem Prüfstand
Auch stehe die moralische Rolle der USA "bei der Konfrontation mit dem Bösen weltweit, beim Schutz des Rechts auf Leben und der Menschenwürde sowie bei der Unterstützung der Religionsfreiheit" insgesamt durch den zuletzt eingeschlagenen außenpolitischen Weg auf dem Prüfstand.
Cupich, Tobin und McElroy verwiesen auf die Grundsatzrede von Papst Leo XIV. vor dem Diplomatischen Korps im Vatikan Anfang Januar. Der Papst habe darin "einen dauerhaften ethischen Kompass für die Ausrichtung der amerikanischen Außenpolitik in den kommenden Jahren gegeben", so die Kardinäle.