Papst Leo XIV. lobt Finnland als Modell der Ökumene

Vorbildlich bei der Zusammenarbeit

In dieser Woche beten Christen besonders um die Einheit aller Konfessionen und Kirchen. In Rom hat der Papst Bischöfe aus dem hohen Norden empfangen. Dabei lobte der Pontifex Finnland als hoffnungsstiftendes Vorbild für die Ökumene.

Die St.-Henrik-Kathedrale ist die Bischofskirche des römisch-katholischen Bistums Helsinki in Helsinki / © DragonWen (shutterstock)
Die St.-Henrik-Kathedrale ist die Bischofskirche des römisch-katholischen Bistums Helsinki in Helsinki / © DragonWen ( shutterstock )

Papst Leo XIV. hat Finnland als vorbildlich bei der Zusammenarbeit der christlichen Kirchen gewürdigt. Beim Treffen mit einer ökumenischen Delegation am Montag im Vatikan sprach er von "vielen Zeichen der Hoffnung unter den Christen Finnlands".

Papst Leo XIV. / © Gregorio Borgia/AP (dpa)
Papst Leo XIV. / © Gregorio Borgia/AP ( dpa )

Katholische, orthodoxe und lutherische Bischöfe und Geistliche waren anlässlich des Gedenktags des finnischen Schutzpatrons Heinrich (Hendrik) im Vatikan. Zudem begann am Sonntag die jährliche "Gebetswoche für die Einheit der Christen".

"Kultur der Hoffnung"

Leo XIV. lobte eine gemeinsame Erklärung der orthodoxen, lutherischen und katholischen Bischöfe des Landes für eine "Kultur der Hoffnung, der Würde und des Mitgefühls", in der sie sich für den Ausbau der Palliativmedizin und der Sterbebegleitung einsetzen. Angesichts der Hoffnungslosigkeit vieler Menschen, hätten Christen die Aufgabe, Gottes Botschaft der Nächstenliebe in die Welt zu tragen.

Die Delegation wurde angeführt vom lutherischen Erzbischof von Turku, Tapio Luoma, dem orthodoxen Erzbischof Elia von Helsinki sowie dem katholischen Bischof Raimo Goyarrola.

Ökumene

Der Begriff "Ökumene" stammt aus dem Griechischen und heißt wörtlich übersetzt "die ganze bewohnte Erde". Gemeint sind die Bemühungen um die Einheit aller getrennten Christen. Die Ökumenische Bewegung ging zunächst von evangelischer Seite aus; als Beginn gilt die Weltmissionskonferenz von Edinburgh im Jahr 1910. Sie führte 1948 zur Gründung des Ökumenischen Rates der Kirchen (Weltkirchenrat, ÖRK) mit Sitz in Genf. Ihm gehören heute 349 reformatorische, anglikanische und orthodoxe Kirchen mit 560 Millionen Christen in 110 Ländern an.

Bewegung in der Ökumene / © Paul Sklorz (KNA)
Bewegung in der Ökumene / © Paul Sklorz ( KNA )
Quelle:
KNA