Vatikan-Außenminister Gallagher in Serbien

Wird Papst Franziskus noch eingeladen?

Der vatikanische Außenminister, Erzbischof Paul Gallagher, hält sich seit Sonntag in Serbien auf. Serbischen Medienberichten zufolge trifft er an diesem Montagabend mit dem serbisch-orthodoxen Patriarchen Porfirije zusammen.

Flagge von Serbien / © Tatohra (shutterstock)

Für Dienstag sind Treffen mit Staatspräsident Aleksandar Vucic, Ministerpräsidentin Ana Brnabic und Außenminister Nikola Selakovic vorgesehen. Am Wochenende war der vatikanische Außenbeauftragte mit den katholischen Bischöfen des Landes zusammengetroffen. 

Paul Richard Gallagher / © Paolo Galosi/Romano Siciliani (KNA)
Paul Richard Gallagher / © Paolo Galosi/Romano Siciliani ( KNA )

Am Sonntag weihte Gallagher den neuen Koadjutor-Bischof von Srijem, Fabijan Svalina. Auf die Frage örtlicher Medien nach einem möglichen Papstbesuch in Serbien antwortete Gallagher laut dem italienischen Portal "Il Sismografo", das hänge von einer entsprechenden Einladung ab.

Voraussetzungen für Papstbesuch in Serbien

Laut diplomatischen Gepflogenheiten besucht das katholische Kirchenoberhaupt ein Land nur, wenn er dazu sowohl von der Regierung des Landes wie auch der katholischen Ortskirche eingeladen wird. 

"Der Papst möchte immer einen positiven Beitrag zu jedem Land leisten, das er besucht. Daher muss es einen allgemeinen Konsens zwischen den verschiedenen Teilen der Gesellschaft geben, damit der Besuch positiv verläuft", wurde Gallagher zitiert.

Vatikandiplomatie

Der Heilige Stuhl unterhält derzeit diplomatische Beziehungen zu 183 Staaten weltweit. Hinzu kommen die EU und der Souveräne Malteserorden. 88 Staaten sowie die EU und der Malteserorden lassen ihre Botschafter beim Heiligen Stuhl in Rom residieren. Ferner sind die Arabische Liga, die Internationale Organisation für Migration und das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge UNHCR mit eigenen Gesandten beim Vatikan vertreten.

Vatikanflagge zwischen USA-Flaggen / © Michael Reynolds (dpa)
Vatikanflagge zwischen USA-Flaggen / © Michael Reynolds ( dpa )
Quelle:
KNA