Segen

 (DR)

Der Segen ist ein Ritus, der einer Person göttliche Lebenskraft und Schutz zuspricht. Bei der Segnung eines Gegenstandes wird zum Ausdruck gebracht, dass sein Gebrauch heilsam sein möge. Segen und Segnungen geschehen durch eine von der Kirche festgelegtes, formelhaftes Bittgebet, das durch Gesten wie Kreuzzeichen, Handauflegung oder Berühren mit einem Heiltum oder den Gebrauch von Weihwasser begleitet sein kann.

Segnen kann in der Regel der bevollmächtigte Vertreter der Kirche (Kleriker), der in ihrem Namen spricht, um Gottes Schutz auf Personen und Gegenstände und die sie gebrauchen herabruft (Sakramentalien, Weihen). Aber segnen kann auch jeder Getaufte, etwa in Form des "Elternsegens" als Kreuzzeichen, das Eltern ihrem Kind auf die Stirn zeichnen. Beim Betreten und Verlassen einer Kirche kann sich jeder selbst "segnen", indem er sich als Tauferinnerung und Tauferneuerung ein Kreuzzeichen mit Weihwasser macht, sich "bekreuzigt".

Der Begriff taucht bereits im Alten Testamtent auf und entspricht der jüdischen Tradition, die beim Pascha die Segnung der Speisen kennt. Gott Vater segnete die Menschen, nachdem er sie erschaffen hatte (vgl. Gen 1,22.28). Die "amtlichen" Segensformeln sind im Benedictionale gesammelt.