Preisträger beim Katholischen Medienpreis stehen fest

Zweimal für die "Süddeutsche Zeitung"

Der Katholische Medienpreis geht in diesem Jahr an Journalistinnen und Journalisten von ARD, Deutschlandfunk und "Süddeutscher Zeitung". Das teilte die Deutsche Bischofskonferenz am Montag in Bonn mit.

Symbolbild Kirche und Medien / © Harald Oppitz (KNA)
Symbolbild Kirche und Medien / © Harald Oppitz ( KNA )

Den mit 5.000 Euro dotierten Hauptpreis erhalten Carl Gierstorfer und Mareike Müller in der Kategorie Fernsehen für den Beitrag "Charite Intensiv: Station 43 - Glauben" (ARD-Mediathek vom 31. März). Der Beitrag zeige Arbeiten, Leben und Sterben auf einer Corona-Intensivstation und komme Ärztinnen, Patienten, Pflegenden und Angehörigen sehr nahe. Dabei bleibe er "zugewandt, aber immer sachlich, anrührend, aber niemals sentimental, ruhig und nüchtern erzählt - und zugleich unglaublich spannend", so die Jury.

Attentat von Hanau in Radiobeitrag rekonstruiert

In der Kategorie Radio geht die Auszeichnung an Sebastian Friedrich für "Der letzte Tag: Das Attentat von Hanau", ausgestrahlt am 16. Februar in Deutschlandfunk Kultur, WDR 5 und NDR Info. Die Jury würdigt die "akribische audiophone Rekonstruktion des Attentats", bei dem ein Neonazi mehrere Menschen aus ausländerfeindlichen und rassistischen Motiven getötet hatte.

Den Preis in der Kategorie Printmedien erhält Amonte Schröder-Jürss für "Alle für einen", erschienen im Magazin der "Süddeutschen Zeitung" am 15. Januar. Schröder-Jürss erzählt die Geschichte des 61-jährigen Hans Daiber, der mit einer kognitiven Behinderung geboren wurde. Als sein Vater starb, hätte er eigentlich aus seinem Hof ausziehen und in einer Einrichtung für behinderte Senioren leben müssen. Doch stattdessen kümmert sich ein ganzes Dorf um ihn. Die beiden Kategorien sind mit je 2.500 Euro dotiert.

Preisverleihung als Hybrid-Veranstaltung

Mit dem undotierten Sonderpreis der Jury wird Christiane Lutz für "Wer's glaubt" ausgezeichnet, erschienen ebenfalls im Magazin der "Süddeutschen Zeitung" am 1. April. Lutz stellt die Frage, warum es als modern gilt, Spiritualität beim Yoga zu finden, aber als albern, ein Vaterunser zu beten. Die Jury würdigt den Beitrag als "ein herausragendes Beispiel dafür, wie in unserer Zeit eine ernsthafte Diskussion auch bei Kirchenfernen über Glauben und Religiosität angestoßen werden kann".

Insgesamt wurden 214 Beiträge eingereicht; 2020 waren es 185. In der Kategorie Internet wurde 2021 kein Preis vergeben. Die Verleihung soll am 18. November als Hybrid-Veranstaltung im Museum für Kommunikation in Frankfurt am Main stattfinden. Der Katholische Medienpreis wird jährlich von der Deutschen Bischofskonferenz zusammen mit der Gesellschaft Katholischer Publizisten und dem Katholischen Medienverband vergeben.

Quelle:
KNA