Wohl 17 Missionare und Angehörige in Haiti entführt

"Wir wissen nicht, wohin sie uns bringen"

Berichten zufolge haben in Haiti Kriminelle bis zu 17 US-amerikanische Missionare und Familienangehörige entführt. Die Entführten gehören zu einer christlichen Hilfsorganisation.

Symbolbild Holzkreuz und Handschellen / © NoonVirachada (shutterstock)
Symbolbild Holzkreuz und Handschellen / © NoonVirachada ( shutterstock )

Wie US-Medien unter Berufung auf haitianische Sicherheitskräfte am Samstag (Ortszeit) meldeten, brachten Gangmitglieder die 14 Männer und Frauen sowie drei Minderjährige in ihre Gewalt. Demnach waren die Opfer nach dem Besuch eines Waisenhauses auf dem Weg in den Ort Titanyen nördlich der Hauptstadt Port-au-Prince und wurden auf der Strecke überfallen. Die Missionare gehörten zu einer christlichen Hilfsorganisation aus dem US-Bundesstaat Ohio.

Hilferuf über WhatsApp 

Nach Angaben der "Washington Post" hat ein Entführungsopfer sich über den Messenger-Dienst WhatsApp aus der Gefangenschaft gemeldet und um Hilfe gebeten. "Wir wissen nicht, wohin sie uns bringen", hieß es demnach in der Botschaft. Ein Sprecher des US-Außenministeriums erklärte am späten Samstagabend, man warte noch auf Berichte. Über Lösegeldforderungen ist bisher nichts bekannt.

Entführungen massiv gestiegen

Laut dem Sender CNN ist die Zahl der Entführungen in Haiti, dem ärmsten Staat der westlichen Hemisphäre, seit Juli massiv gestiegen. Insgesamt gebe es seit Januar 628 Entführungsfälle, in 29 Fällen seien die Opfer Ausländer.

Quelle:
KNA
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