Caritas spricht sich für bedingte allgemeine Impfpflicht aus

Weitere Schritte müssen folgen

Die Caritas spricht sich dafür aus, noch in diesem Jahr eine bedingte allgemeine Impfpflicht einzuführen. Das dafür nötige Gesetz soll demnach erst im nächsten Jahr aktiviert werden, falls die Impfquote weiterhin gering bleibt, erklärte die Caritas.

Corona-Impfzentrum / © Uwe Anspach (dpa)
Corona-Impfzentrum / © Uwe Anspach ( dpa )

Die Caritas spricht sich dafür aus, noch in diesem Jahr eine bedingte allgemeine Impfpflicht gesetzlich zum 1. April 2022 einzuführen, falls zu dem Stichtag die Impfquote noch unter 95 Prozent liegt. Sie begrüße die geplante Einführung einer Impfpflicht für Pflegekräfte, weitere Schritte müssten aber folgen, erklärte Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa am Mittwoch in Berlin.

Der Bundestag entscheidet am Freitag über eine Einführung der Impfpflicht für Pflegekräfte.

Weitere Bereiche eingegliedern

Weiter erklärte sie, die nun zur Verabschiedung anstehende Regelung lasse Bereiche unberücksichtigt, etwa bei der Assistenz von Menschen mit Behinderung. Aus Sicht der Caritas müssen auch die Felder Schulassistenz, Ausbildungs-, Berufsbegleitungs- und Arbeitsassistenz von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht umfasst sein.

Besondere Bedeutung habe für ihren Verband auch die Steigerung der Impfquote in allen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe, so Welskop-Deffaa.

Eva Maria Welskop-Deffaa, Caritaspräsidentin / © Philipp von Ditfurth (dpa)
Eva Maria Welskop-Deffaa, Caritaspräsidentin / © Philipp von Ditfurth ( dpa )
Quelle:
KNA
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