Käßmann sieht Impfpflicht als einzigen Ausweg aus "Corona-Elend"

Die Verbreitung von Corona unterbinden

Die evangelische Theologin Margot Käßmann sieht eine allgemeine Impfpflicht als "einzigen Ausweg aus dem Corona-Elend". Für das gesellschaftliche Zusamenleben betont sie zudem die Pflicht, die "Verbreitung von Corona zu unterbinden".

Symbolbild Impfung / © Guido Kirchner (dpa)
Symbolbild Impfung / © Guido Kirchner ( dpa )

Zwar argumentierten manche, dass eine Impfpflicht ein Vertrauensbruch des Staates sei, da dieser jene bislang ausgeschlossen habe, schrieb die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in der "Bild am Sonntag".

"Aber es ist auch ein Bruch von Vertrauen, wenn Menschen das Gemeinwohl ignorieren." Es gebe Pflichten in einem Land, die Zusammenleben erst ermöglichten, schrieb sie weiter. "Die Verbreitung von Corona zu unterbinden, gehört dazu."

Debatte um Impfpflicht

Geimpfte litten darunter, dass Ungeimpfte die Pandemie nicht zum Stillstand brächten und die Neuinfektionen immer weiter hochtrieben. Bei Forderungen nach einer Impfpflicht schrieen viele, dass diese die Freiheit bedrohe. "Aber was ist mit der Freiheit der Kinder, der Geimpften?" Die werde gerade "massiv von der Uneinsichtigkeit einer Minderheit von Impfgegnern eingeschränkt", schrieb Käßmann in der "Bild am Sonntag.

Margot Käßmann / © Jens Schulze (epd)
Margot Käßmann / © Jens Schulze ( epd )
Quelle:
epd