Weihbischof Heinrich wirbt für "Globalen Klimastreik"

"Bevor Gottes gute Schöpfung streikt"

Der Berliner Weihbischof Matthias Heinrich wirbt für eine Teilnahme am "Globalen Klimastreik". Die immer häufigeren Naturkatastrophen hätten längst gezeigt, "wie dringend wir unsere Verantwortung für die Schöpfung wahrnehmen müssen".

Fridays for Future / © David Klammer (KNA)
Fridays for Future / © David Klammer ( KNA )

Das schreibt Heinrich in einem Gastbeitrag für die "B.Z." (Donnerstag). Die Bewegung "Fridays for Future" hat für Freitag erneut zu weltweiten Demonstrationen für eine effektive Klimapolitik aufgerufen.

Weihbischof Matthias Heinrich / © Angelika Zinzow (KNA)
Weihbischof Matthias Heinrich / © Angelika Zinzow ( KNA )

Heinrich kündigt an, er werde auf Einladung der "Christians for Future" selbst am "Globalen Klimastreik" teilnehmen. Die Bewahrung der Schöpfung sei gerade für Christen eine Verpflichtung. "Denn noch immer stellen Regierungen weltweit die Profitgier von Konzernen über unser aller Lebensgrundlagen, schon jetzt verlieren jeden Tag Menschen ihr Zuhause durch Naturkatastrophen", kritisiert der Weihbischof.

Frieden nicht gegen Schöpfung ausspielen

"Auch die im Koalitionsvertrag der neuen Ampel-Regierung angekündigten Sofortprogramme werden vermutlich nicht ausreichen, um Klimaziele zu erreichen."

"Fridays for Future" in Berlin (Archiv) / © Christoph Soeder (dpa)
"Fridays for Future" in Berlin (Archiv) / © Christoph Soeder ( dpa )

Zugleich betont Heinrich, dass derzeit am meisten der Krieg in der Ukraine bedränge. "Es wäre aber falsch, den Frieden gegen die Schöpfung auszuspielen." Ein gute Schöpfung sei auch eine friedliche Schöpfung. Der Weihbischof betont: "Dafür setze ich mich als gläubiger Christ ein, dafür beteilige ich mich am Klimastreik, bevor Gottes gute Schöpfung streikt."

"Fridays for Future"

Anstatt freitags in die Schule oder Universität zu gehen, treibt es junge Anhänger der "Fridays for Future"-Bewegung seit vielen Monaten weltweit auf die Straße, soweit die Corona-Schutzbestimmungen dies zulassen. Sie fordern von ihren jeweiligen Regierungen eine bessere Klimapolitik.

Junge Menschen bei "Fridays for Future" / © David Klammer (KNA)
Junge Menschen bei "Fridays for Future" / © David Klammer ( KNA )
Quelle:
KNA