Umweltbischof unterstützt Aufruf zum globalen Klimastreik

"Erbarmungslose Ausbeutung" von Mensch und Natur

Der katholische Umweltbischof Rolf Lohmann hat sich dem Aufruf von "Fridays for Future" zum globalen Klimastreik an diesem Freitag angeschlossen. "Der Schutz des Planeten und aller Geschöpfe ist unser Auftrag", sagte Lohmann.

"Game Over" steht beim globalen Klimastreik der Klimaschutzbewegung Fridays for Future auf dem Plakat einer Teilnehmerin geschrieben / © Christoph Schmidt (dpa)
"Game Over" steht beim globalen Klimastreik der Klimaschutzbewegung Fridays for Future auf dem Plakat einer Teilnehmerin geschrieben / © Christoph Schmidt ( dpa )

Er unterstütze zugleich die Solidarisierung der Streikenden "mit den Menschen in der Ukraine, die unter Putins Angriffskrieg leiden müssen", erklärte Lohmann in Münster.

Rolf Lohmann / © Harald Oppitz (KNA)
Rolf Lohmann / © Harald Oppitz ( KNA )

Die "schrecklichen Ereignisse in der Ukraine" seien nicht zuletzt "ein Ergebnis unserer Abhängigkeit von fossilen Energieträgern", sagte der Münsteraner Weihbischof, der in der Deutschen Bischofskonferenz für Klima- und Umweltfragen zuständig ist.

Auswirkungen von Dürreperioden und Starkregen

Das Verlangen nach Gas, Öl und Kohle treibe die "erbarmungslose Ausbeutung" von Mensch und Natur voran, beklagte Lohmann. Es befeuere Kriege und werde künftig noch mehr Menschen in Leid und Verderben stürzen. Auch in Deutschland habe man im vergangenen Jahr die katastrophalen Auswirkungen von Dürreperioden einerseits und Starkregen andererseits erleben müssen, betonte der Theologe.

Politik, Gesellschaft und Wirtschaft seien aufgefordert, die Folgen des Klimawandels "für die schon jetzt darunter leidenden Menschen abzumildern" und für eine Begrenzung der weiteren Erderwärmung zu sorgen. Es gelte, Menschen weltweit vor den Folgen von Unwetterkatastrophen zu bewahren und "grausame Kriege" um immer knapper werdende Ressourcen zu verhindern, verlangte der Umweltbischof.

"Fridays for Future"

Anstatt freitags in die Schule oder Universität zu gehen, treibt es junge Anhänger der "Fridays for Future"-Bewegung seit vielen Monaten weltweit auf die Straße, soweit die Corona-Schutzbestimmungen dies zulassen. Sie fordern von ihren jeweiligen Regierungen eine bessere Klimapolitik.

Junge Menschen bei "Fridays for Future" / © David Klammer (KNA)
Junge Menschen bei "Fridays for Future" / © David Klammer ( KNA )
Quelle:
epd