Papst verurteilt Drohnenangriff auf Iraks Ministerpräsidenten

Terroranschlag knapp entkommen

Papst Franziskus hat den Drohnen-Angriff auf die Residenz des irakischen Ministerpräsidenten Mustafa al-Kadhimi als "abscheulichen Terroranschlag" verurteilt. Er drückte al-Kasimi, dessen Familie und den Verletzten seine Nähe aus.

In sich versunken: Papst Franziskus / © Paul Haring/CNS photo (KNA)
In sich versunken: Papst Franziskus / © Paul Haring/CNS photo ( KNA )

Der Papst bete für den Politiker, seine Familie und die bei dem Angriff verwundeten Mitarbeiter, hieß es am Dienstag in einem von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichneten Schreiben. Der Papst sei überzeugt, dass die Menschen im Irak mit Gottes Segen in Stärke und Weisheit bekräftigt würden, den Weg des Friedens mit Hilfe des Dialogs und der geschwisterlichen Solidarität weiterzugehen.

Sprengstoff-Drohne

Nach Angaben der irakischen Regierung hatte am Wochenende eine mit Sprengstoff beladene Drohne die Residenz des Ministerpräsidenten angegriffen. Zwei weitere Drohnen konnten demnach abgefangen werden. Während der Regierungschef bei dem Angriff unverletzt blieb, seien mehrere Leibwächter verwundet worden.

Hintergrund unklar

Wer hinter dem Angriff steckte, blieb zunächst unklar. Papst Franziskus hatte Anfang März dieses Jahres den Irak auf einer mehrtägigen Reise besucht. Damals traf er neben der politischen Führung des Landes auch den Großajatollah und höchsten schiitischen Geistlichen im Irak, Ali al-Sistani, in Nadschaf, südlich von Bagdad.

Bereitschaftspolizei schützt in Bagdad Regierungsviertel / © Khalil Dawood (dpa)
Bereitschaftspolizei schützt in Bagdad Regierungsviertel / © Khalil Dawood ( dpa )
Quelle:
KNA , dpa
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