Papst stellt sich hinter Straßenzeitungen in Corona-Krise

Seit Wochen Einbußen

Papst Franziskus hat den Machern und Verkäufern von Obdachlosenzeitungen seine Solidarität in der Corona-Krise bekundet. Denn die Pandemie habe ihre Arbeit erschwert. Hoffnung macht er aber für die Zukunft.

Straßenzeitungen kämpfen mit der digitalen Welt / © Paul Zinken (dpa)
Straßenzeitungen kämpfen mit der digitalen Welt / © Paul Zinken ( dpa )

Seit Wochen könnten die Zeitungen nicht verkauft werden, schrieb das Kirchenoberhaupt (Montag) an das Internationale Netzwerk von Straßenzeitungen mit Sitz in Glasgow. Er sei sich aber sicher, dass die Blätter nach der Krise stärker würden als zuvor.

Mehr als 100 Straßenzeitungen in 35 Ländern

Das International Network of Street Papers verbindet nach Eigenangaben mehr als 100 Straßenzeitungen in 35 Ländern; rund 20.500 Personen in sozialen Schwierigkeiten erzielen durch den Verkauf ein Einkommen. Ein Fünftel der Blätter ist im deutschsprachigen Raum beheimatet.

Papst Franziskus betonte, verletzliche Personen, gesellschaftlich Unsichtbare und Menschen ohne Wohnsitz drohten den höchsten Preis in der Corona-Krise zu zahlen. "In diesen Tagen auf die Armen zu schauen, kann uns allen helfen, uns bewusst zu machen, was wirklich passiert", so der Papst.  

Quelle:
KNA
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