Bischof macht Helikopter-Prozession gegen Coronavirus

Segen aus der Luft

In diesen besonderen Zeiten gehen auch die Kirchen mitunter andere, kreative Wege. Angesichts der Corona-Pandemie hat Weißrusslands oberster orthodoxer Bischof die Menschen vom Hubschrauber aus gesegnet.

Ein Helikopter steht auf einem Hubschrauberlandeplatz / © Makushin Alexey (shutterstock)
Ein Helikopter steht auf einem Hubschrauberlandeplatz / © Makushin Alexey ( shutterstock )

Metropolit Pawel (68) habe am Sonntag eine "Luftprozession" mit einer Ikone der Muttergottes unternommen und die Hauptstadt Minsk vom Helikopter aus mit Weihwasser besprengt, "damit der Allmächtige unser Land und das fromme weißrussische Volk vor der verhängnisvollen Epidemie schützt", teilte die Kirche mit.

Gemeinsames Gebet

Der katholische Minsker Erzbischof Tadeusz Kondrusiewicz und orthodoxe, protestantische, jüdische und muslimische Geistliche beteten am Wochenende gemeinsam für ein Ende der Pandemie. Zu der interreligiösen Feier versammelten sie sich in der katholischen Roten Kirche am Minsker Unabhängigkeitsplatz. Das Gebet der Würdenträger der verschiedenen Glaubensgemeinschaften sei ein "Symbol für die gemeinsamen Bemühungen zur Bekämpfung der Epidemie", sagte Kondrusiewicz.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Wochenende haben sich bisher 76 Weißrussen mit dem Coronavirus angesteckt. Der mit harter Hand regierende Staatspräsident Alexander Lukaschenko sagte am Freitag, in Weißrussland sei die Lage nicht so dramatisch, dass man zu drakonischen Maßnahmen greifen müsse. Er rief die Bürger auf, nicht in Panik zu verfallen und Hamsterkäufe zu unterlassen.

Quelle:
KNA
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