Das Internetportal der "Berliner Morgenpost" zitierte am Freitag Behördenchefin Claudia Schmid: Zwar hätten die Innenminister der Länder von einem Verbotsverfahren Abstand genommen, das ändere aber nichts daran, dass die Organisation verfassungsfeindliche Ziele verfolge.
Die Berliner Sicherheitsbehörden hatten die Beobachtung von Scientology 2003 aufgrund eines zwei Jahre zuvor ergangenen Urteils eingestellt. Nach monatelangen öffentlichen Diskussionen um die Eröffnung einer Hauptstadtzentrale von Scientology in Berlin hatte Innensenator Ehrhart Körting (SPD) dann Mitte 2007 die Ideologie der Organisation für unvereinbar mit dem Grundgesetz erklärt.
Zugleich hatte er es aber abgelehnt, öffentlich eine Wiederaufnahme der Beobachtung durch den Verfassungsschutz zu bestätigen.
Scientology wird in Berlin wieder beobachtet
Zurück im Visier des Verfassungsschutzes
In den vergangenen Jahren hatten Scientology-Kritiker wiederholt eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz gefordert. Einem Zeitungsbericht zufolge hat nun die Berliner Landesbehörde erstmals offiziell bestätigt, die umstrittene Sekte wieder ins Visier genommen zu haben.
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