Israel beschließt nächtliche Ausgangssperre zum Purimfest

Purim ohne Party und Parade

Israel verhängt wegen der Corona-Pandemie eine nächtliche Ausgangssperre während des jüdischen Purimfests. Damit soll eine weitere Verbreitung des Coronavius verhindert werden, die im vergangenen Jahr zum ersten Lockdown geführt hat.

Purimfest in einer Synagoge (Archiv) / © Chloe Sharrock (KNA)
Purimfest in einer Synagoge (Archiv) / © Chloe Sharrock ( KNA )

In der Zeit zwischen 20:30 Uhr abends und 5 Uhr morgens dürfen sich die Menschen nach einem Beschluss des Kabinetts laut Mitteilung von Dienstagabend nur bis zu 1.000 Meter von ihrer Wohnung entfernen.

Besuche in den Wohnungen anderer Menschen sind in dieser Zeit untersagt. Die Einschränkungen treten demnach am Donnerstagabend in Kraft und gelten bis Montagmorgen. Ganztägig in Kraft bleiben die Beschränkungen von Versammlungen auf höchstens zehn Personen in geschlossenen Räumen sowie zwanzig Personen im Freien. Die traditionellen Paraden und Partys zum Purimfest sind damit verboten.

Purimfest im vergangenen Jahr führte zu Lockdown

Mit den Maßnahmen will Israel eine weitere Verbreitung des Coronavirus unter anderem durch die beliebten Purimpartys verhindern. Im vergangenen Jahr waren nach dem Purimfest die Infektionszahlen dramatisch angestiegen und hatten zu einem ersten Lockdown des Landes geführt.

Gegenwärtig befindet sich das Land in einem dritten Lockdown, der schrittweise gelockert wird. In den letzten 24 Stunden hatten sich laut dem Gesundheitsministerium rund 3.500 Menschen neu mit Covid-19 infiziert, 15 Menschen starben.

Fest dauert 2021 drei Tage lag

Purim wird am 14. Tag des jüdischen Monats Adar bzw. in mit einer Mauer umgebenen Städten am 14. und 15. Adar gefeiert. In diesem Jahr fällt das Fest auf den 26. Februar. Es beginnt wie alle jüdischen Feste am Abend des Vortags. Da der Beginn des Purimfest in diesem Jahr auf einen Freitag (26. Februar) fällt, wird das Fest über drei Tage lang bis Sonntagabend begangen.

Quelle:
KNA
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