Israel erwägt Ausgangssperre für Pessachfest

"Pessach wird nicht zu einem zweiten Purim werden"

Israels Regierung will einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus vorbeugen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat deshalb eine Ausgangssperre für den Beginn des jüdischen Pessachfestes angekündigt. 

Reich verzierte Kippa beim Pessachfest / © Harald Oppitz (KNA)
Reich verzierte Kippa beim Pessachfest / © Harald Oppitz ( KNA )

Die Regierung, die den strikten Maßnahmen zustimmen muss, brach in der Nacht ihre Sitzung ab und vertagte die Entscheidung auf Dienstagvormittag, wie die Tageszeitung "Haaretz" berichtete. Netanjahu hatte am Montagabend ein Reiseverbot zwischen den Städten des Landes angekündigt. Es soll von Dienstagnachmittag bis Freitagmorgen gelten.

"Virus hat sich in weiten Kreisen verbreitet"

Zusätzlich soll für den Sederabend von Mittwochabend bis Donnerstagmorgen eine vollständige Ausgangssperre gelten. "Wir haben gesehen, dass vor einem Monat mit den Purimfeiern passiert ist. Infektionen mit dem Virus haben sich in weiten Kreisen verbreitet", so Netanjahu laut Regierungspressebüro. Pessach werde nicht zu einem zweiten Purim werden.

Vergleichbare Regelungen sollen laut Netanjahu auch für die bevorstehenden nichtjüdischen Feiertage wie das Osterfest gelten. Zugleich stellte er eine schrittweise Lockerung der Maßnahmen nach Ende des einwöchigen Pessachfests und des anschließend von Juden marokkanischer Abstammung gefeierten Mimuna-Fests (16. April) in Aussicht.

Quelle:
KNA