Papst ruft erneut zum Gebet für Frieden in der Ukraine auf

Sorgenvoller Blick auf Kriege und Krisen

Papst Franziskus hat erneut zum Frieden in der Ukraine und in anderen Ländern der Erde aufgerufen. Beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz appellierte er zudem, für den Frieden im Kongo, in der Ukraine und im Heiligen Land zu beten.

Papst Franziskus am Fenster des Apostolischen Palastes / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Franziskus am Fenster des Apostolischen Palastes / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

"Mögen die Feindseligkeiten so bald wie möglich enden, die ungeheures Leid über die Bevölkerung bringen", so der Papst.

Besorgter Blick nach Haiti

Ferner zeigte sich Franziskus besorgt über die schwere Staatskrise und die Gewalt bewaffneter Banden in Haiti, die auch Priester, Ordensfrauen und freiwillige Helfer bedrohen. "Ich bin der Kirche und dem geliebten haitianischen Volk nahe, das seit Jahren schwer leidet", betonte der 87-Jährige. Zugleich rief er die internationale Gemeinschaft auf, einen Beitrag zu Frieden und Versöhnung in dem Karibikland zu leisten.

Mitglieder der Allgemeinen Sicherheitseinheit des Nationalen Palastes errichten eine Sicherheitsabsperrung um einen der drei Bahnhöfe im Stadtzentrum, nachdem die Polizei am Vortag einen Angriff von Banden abgewehrt hat, in Port-au-Prince, Haiti / © Odelyn Joseph/AP (dpa)
Mitglieder der Allgemeinen Sicherheitseinheit des Nationalen Palastes errichten eine Sicherheitsabsperrung um einen der drei Bahnhöfe im Stadtzentrum, nachdem die Polizei am Vortag einen Angriff von Banden abgewehrt hat, in Port-au-Prince, Haiti / © Odelyn Joseph/AP ( dpa )

Zuvor hatte der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Haiti erklärt, er sehe sein Land am Rande eines Bürgerkriegs. Die Polizeikräfte seien machtlos gegenüber den bewaffneten Banden, die sich zu einer "organisierten Armee" entwickelt hätten, sagte Erzbischof Max Leroy Mesidor laut dem Portal "Vatican News" dem internationalen Hilfswerk "Kirche in Not". 

In einigen Regionen hätten sich bewaffnete Bürgerwehren gebildet, um die Banden zu bekämpfen. "Es besteht die Gefahr, dass im Land ein Bürgerkrieg ausbricht. Es sind viele Waffen im Umlauf", warnte der Erzbischof des Hauptstadtbistums Port-au-Prince.

Papst fordert gleiche Rechte für Frauen

Beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz hat sich Papst Franziskus zudem für die Gleichberechtigung von Frauen in Staat und Gesellschaft ausgesprochen. Das Kirchenoberhaupt sagte er am Sonntag mit Blick auf den zurückliegenden internationalen Weltfrauentag am 8. März, er sei solidarisch mit allen Frauen, deren Würde nicht respektiert werde. "Wir alle müssen noch so viel tun, damit die gleiche Würde der Frauen konkret anerkannt wird", so der Papst.

Er fuhr fort: "Die gesellschaftlichen und politischen Institutionen sind fundamental dazu verpflichtet, die Würde jeder menschlichen Person zu schützen und zu fördern. Sie müssen den Frauen, die Trägerinnen des Lebens sind, die Voraussetzungen anbieten, damit sie das Geschenk des Lebens annehmen und ihren Kindern eine menschenwürdige Existenz sichern können."

Angelus-Gebet

Der Angelus Domini (lat.), Der Engel des Herrn (dt.), auch Angelus, ist ein Gebet, das die Menschwerdung Jesu Christi durch Maria zum Thema hat. Es besteht aus drei Betrachtungsworten aus dem Lukas- sowie dem Johannesevangelium und beginnt mit den Worten: Angelus Domini nuntiavit Mariae ("Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft"). Traditionell wird zum "Angelus-Gebet" um 6.00 Uhr, 12.00 Uhr und 18.00 Uhr durch das Läuten der Kirchenglocken gerufen ("Angelus-Läuten").

Papst Franziskus beim Angelus (Archiv) / © Stefano Dal Pozzolo/Romano Siciliani (KNA)
Papst Franziskus beim Angelus (Archiv) / © Stefano Dal Pozzolo/Romano Siciliani ( KNA )
Quelle:
KNA